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Korn, Salomon


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 27.10.2008

Salomon Korn über den Widerstand gegen den Bau von Moscheen

Mit Blick auf die Einweihung einer der größten deutschen Moscheen in Duisburg schreibt der Architekt und Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Professor Dr. Salomon Korn, über den Widerstand gegen den Bau von Moscheen in Deutschland und Europa. "In Deutschland schlagen die Wogen hoch, wenn die Errichtung islamischer Gebets-, Versammlungs- und Lehrstätten zur Debatte steht. ... Je weniger Muslime in Europa als Teil der jeweiligen Mehrheitsgesellschaft empfunden werden, desto stärker bildet sich Widerstand gegen ihre Moscheen. ... Im historischen Maßstab betrachtet, hat der öffentliche Streit über die Integration muslimischer Einwanderer und ihrer Moscheen in Europa gerade erst begonnen. Und wie nicht zuletzt die Auseinandersetzungen um den Bau neoislamischer Synagogen im 19. Jahrhundert in Deutschland belegen, wird trotz heute weitgehend veränderter gesellschaftlicher Verhältnisse noch viel Zeit vergehen, bis Moscheen mit einiger Selbstverständlichkeit neben Stadt- und Dorfkirchen aufragen werden. Wenn es denn eines Tages so weit sein sollte, dass im kollektiven Gedächtnis der Europäer die Türken nicht mehr vor Wien stehen und die hier lebenden Muslime sich vorbehaltlos zu Europa und seinen Werten bekennen, dann könnten die Zwiebeldächer der Barockkirchen und die geometrische Ornamentik der Moscheen unvoreingenommen von dem künden, was im Bewusstsein des Westens nur unzureichend verankert ist: wie lange Orient und Islam – über Kunst und Architektur hinaus – bereits Teil der europäischen Geschichte und des abendländisch-kulturellen Erbes sind."

Die Zeit - Deutschland | 15.11.2007

Salomon Korn über Diktaturenvergleich

Salomon Korn, der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, kritisiert im Gespräch mit Evelyn Finger das Gedenkstättenkonzept der Bundesregierung, das den Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus und der DDR-Geschichte regeln soll: "Ich habe auch mit der Formel von der Einzigartigkeit und Unvergleichbarkeit der nationalsozialistischen Verbrechen Probleme. Der Holocaust muss mit anderen Ereignissen verglichen werden, sonst kann man seine Einzigartigkeit nicht feststellen. Dann wird deutlich: Die nationalsozialistischen Verbrechen sind von europäischer Dimension, das Unrecht in der DDR ist von teilstaatlich deutscher Dimension. Wenn man vergleicht, was von Hitlerdeutschland und was von der DDR ausging, dann stellt man einerseits ein nie da gewesenes Inferno und andererseits ein großes Unrecht fest, aber eines ohne Vernichtungswillen gegenüber bestimmten Minderheiten oder anderen Völkern."

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