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Kresta, Edith
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
EU darf Regime nicht weiter stützen
Bei den Protesten gegen die tunesische Regierung sind seit vergangener Woche bis zu 30 Menschen umgekommen, auch durch eine Selbstverbrennung. Wenn junge Akademiker sich anzünden, um auf sich aufmerksam zu machen, zeigt das vor allem, dass sie und ihre Wünsche ignoriert werden, meint die linke tageszeitung, auch von der EU: "Sie fühlen sich doppelt verraten, weil Europa die Doppelzüngigkeit ihrer Machthaber stillschweigend und aus eigenem Interesse akzeptiert. ... Tunesien wird von der EU finanziell unterstützt und hat das Privileg des fortgeschrittenen Status in der Zusammenarbeit. Es soll Drehscheibe europäischer Technologie, aber auch Bollwerk gegen Flüchtlinge aus Afrika und gegen islamistische Strömungen sein. Dass mit dem Kampf gegen den politischen Islamismus gleich die gesamte Opposition ausgeschaltet wurde, das hat die EU stillschweigend hingenommen. ... Europa sollte nicht länger die Lügen des tunesischen Polizeistaates dulden, seine Geschäfte unterstützen. Es sollte die mutigen und verzweifelten Proteste nun endlich ernst nehmen und sich neue politische Partner suchen."
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Entschleunigung in der Oriental Lounge
"Orientalische Cafés liegen im Trend", stellt Edith Kresta fest. Egal ob in Berlin, London oder Los Angeles, "hier ist das Männerbündlerische orientalischer Cafés längst passé, hier trinken die zumeist jungen Gäste Cocktails statt Tee zur Wasserpfeife, türkisch shisha genannt. Oriental Lounges sind die trendige Fortschreibung der Dönerbude. Sie kommen aus der ethnischen Nische und haben diese doch längst verlassen... Denn auch in der Türkei und der arabischen Welt erlebt die Wasserpfeife derzeit eine Renaissance als schickes Lifestyle-Accessoire. In Kairo, Beirut oder Istanbul werden viele Cafés, in denen Männer bislang unter Männern rauchten, auch von Frauen erobert. Was in Ägypten oder Tunesien zu Zeiten der gesellschaftlichen Modernisierung und republikanischen Umgestaltung als Gipfel orientalischer Faulenzerei und Nichtsnutzigkeit verpönt war - in Tunesien ist die Wasserpfeife, arabisch narghil genannt, bis heute aus der Öffentlichkeit verbannt -, wird nun im Alltag hektischer Metropolen als kommunikatives Mittel der Entschleunigung neu belebt."
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