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Kucharczyk, Jacek
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Den Polen gefällt es in der EU
Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungforschungsinstituts CBOS gefällt es 86 Prozent der Polen in der EU. Das sind 22 Prozentpunkte mehr als beim EU-Beitritt vor drei Jahren. Der Soziologe Jacek Kucharczyk kommentiert das Ergebnis im Gespräch mit Dominik Uhlig: "Man hatte uns mit Schreckensszenarien so sehr Angst gemacht, dass es nach dem Beitritt nur besser werden konnte. Anstelle des Schocks kam die Erleichterung... Die Politiker passen sich langsam der Meinung der Wählerschaft an. Die Bürgerplattform ist von ihrer Parole 'Nizza oder der Tod' abgerückt. Die Liberalen und das neue Parteienbündnis LiD [bestehend aus zwei sozialdemokratischen und einer liberalen Partei] präsentieren sich als proeuropäische Parteien und versuchen auf diese Art und Weise, Wähler zu gewinnen. Wie sich das in den Programmen widerspiegelt, ist eine andere Sache. Die Debatten über europäische Themen – zum Beispiel die EU-Verfassung – verlaufen nur mühsam. Aber selbst die [rechten Parteien] LPR und Samoobrona kritisieren vergleichsweise selten die EU-Mitgliedschaft. Sie merken, dass dies für Wähler unattraktiv ist. Nach wie vor besteht eine Kluft zwischen der proeuropäischen Gesellschaft und den Regierenden, die versprechen, uns gegen Europa zu verteidigen."
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EU-Begeisterung in Polen auf Rekordniveau
Die Zustimmung der Polen zur EU ist so hoch wie noch nie. 88 Prozent der Polen sind mit der EU-Mitgliedschaft ihres Landes "zufrieden", nur sechs Prozent nicht. Das ergab eine vom Meinungsforschungsinstitut CBOS veröffentlichte Umfrage. Der Soziologe Jacek Kucharczyk vom Warschauer Institut für öffentliche Angelegenheiten (ISP) erklärt das Ergebnis so: "Kurzfristig haben die Kommunalwahlen geholfen. Die Kandidaten haben einer mehr als der andere über die Inanspruchnahme von EU-Fonds gesprochen. Und so ist der Kommunalwahlkampf unbemerkt zur Werbekampagne für die EU geworden... Die Unterstützung für die Mitgliedschaft wächst seit Monaten, die Angst vor der Union ist verflogen. Es hat sich gezeigt, dass die Landwirte mit denen in der Union konkurrieren können. Unternehmen gehen nicht pleite. Der Nutzen wird sichtbar: Arbeit im Ausland, Erleichterungen an den Grenzen."
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Polens Verhältnis zu seinen östlichen Nachbarn
Die traditionell skeptischen Polen sehen die Beziehungen zu ihren östlichen Nachbarn immer optimistischer. Laut einer Umfrage des Instituts CBOS glauben 69 Prozent, dass es freundliche und partnerschaftliche Beziehungen zu Russland geben kann. Doch 59 Prozent fürchten sich gleichzeitig vor Russland. Eine Versöhnung zwischen Polen und Ukrainern halten 77 Prozent für möglich - vor zwei Jahre waren es nur 60 Prozent. Der Soziologe Jacek Kucharczyk vom Institut für Öffentliche Angelegenheiten wertet die Umfrage aus: "Den Polen gefällt Putins Russland nicht. Aber sie glauben an gute Beziehungen zu Russland, falls es ein anderes Russland geben sollte. Ähnlich war es mit der Ukraine: die Orange Revolution hat viel verändert. Wir haben aufgehört, alle östlichen Nachbarn in einen Topf mit der Aufschrift 'Russen' zu werfen."
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