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Kugler, Martin
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Exzellenz bedeutet Abschied von Klientelpolitik
Mehrere Entscheidungen der österreichischen Regierung interpretiert die Tageszeitung Die Presse als Ausdruck einer veränderten Wissenschaftspolitik. Österreich wolle vom Imitator zum Innovator werden und die Universitäten zur "Exzellenz" führen, schreibt die Tageszeitung Die Presse: "Es ist ein gutes Zeichen, dass niemand mehr laut gegen das Streben nach Exzellenz protestiert. Das war vor einigen Jahren noch anders: Damals gab es viel Kritik an den Leistungsvereinbarungen, bei denen die Höhe der Uni-Budgets an die Leistung gekoppelt ist. … Es steht zu hoffen, dass das alle Beteiligten verstehen werden. Konsequent weitergedacht bedeutet Exzellenz auch, dass man Kirchturmdenken, parteipolitische Spielchen, Partikularinteressen und Klientelpolitik beenden muss. Wenn das nicht gelingt, dann wird Österreich weiterhin seiner Klein-Klein-Mentalität folgen - und der Rest der Welt läuft uns einfach davon."
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Rekordpreis für Rohöl
Martin Kugler überlegt, welche Konsequenzen aus dem "Ölschock" zu ziehen sind. "In erster Linie müssen wir mehr aus den vorhandenen fossilen Treibstoffen machen. Das Stichwort heißt Energieeffizienz – und dieses spricht sich schön langsam auch bis zu den Energieversorgern und Politikern durch. Von höherer Effizienz profitieren alle (außer den Energielieferanten). Selbst die Weltpolitik würde völlig anders aussehen, wenn die Effizienz ernst genommen würde... Parallel dazu muss die Suche nach Alternativen forciert werden. Derzeit gibt es Dutzende neue Ideen, neue Ansätze, neue Technologien. Deren Umsetzung dauert lange – man muss sofort beginnen. Wir werden jedenfalls alle Technologien brauchen, um den Energiehunger der Welt befriedigen zu können. Und das völlig unabhängig davon, wo der Ölpreis steht."
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Österreich als "Tor zum Balkan"
Martin Kugler macht sich anlässlich des EU-Beitritts von Rumänien und Bulgarien über Österreichs Führungsrolle in Südosteuropa Gedanken, denn neuerdings mischen auch Griechenland und die Türkei im Rennen um die neuen Märkte mit. "Im Bankensektor hat das Griechenland bereits realisiert: Hellenische Institute halten einen Marktanteil von 15 Prozent. In den nächsten Jahren will Griechenland vor allem im Energiegeschäft groß mitspielen. Athen setzt derzeit alle Hebel in Bewegung, Erdöl- und Erdgas-Lieferungen aus dem Schwarzmeer-Raum zum Mittelmeer über griechisches Territorium zu leiten... Österreich hat viele historische Bande mit Südosteuropa, im Gegensatz etwa zu Deutschen oder US-Amerikanern verstehen Österreicher die Mentalität in diesen Ländern. Aber nicht vergessen sollte man eben, dass Griechenland selbst Teil des Balkans ist. Und dass auch die Türkei eine historische Führungsrolle in der Region hat. Sogar mehr als Österreich."
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Keine neue Weltwirtschaftsordnung in Sicht
Martin Kugler macht die sture Haltung der Europäer und Amerikaner für den Fehlschlag der jüngsten Doha-Runde verantwortlich: "De facto sind die WTO-Gespräche gescheitert. Und mit ihr die WTO selbst. Vor einem Jahrzehnt, aufbauend auf die GATT-Verträge, als 'starker Arm der Globalisierung' gegründet, hat die Organisation beim Abbau von Handelsschranken viel weitergebracht: Zölle wurden gesenkt, andere Handelshemmnisse reduziert, Zollvorschriften vereinfacht. Das Zusammenwachsen der Welt, wie wir es derzeit erleben, wäre ohne WTO undenkbar. Nun droht die Organisation zu einer reinen Verwalterin des Status Quo zu werden - als Instanz, vor der Streitfälle abgehandelt werden. Die Richtung, in die die Weltwirtschaft geht, wird sie nicht mehr beeinflussen können: Denn sowohl die USA als auch immer mehr europäische Staaten haben angekündigt, vermehrt bilaterale Handelsabkommen abzuschließen. Dabei sind Entwicklungsländer schutzlos der Übermacht der 'Großen' ausgeliefert."
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