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Kusý, Miroslav


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Sme - Slowakei | 18.12.2009

Sprachengesetz ist ethnische Lüge

Die Slowakei hat die Durchführungsbestimmungen für ihr Staatssprachengesetz veröffentlicht, die hohe Geldstrafen für Vergehen gegen das Gesetz vorsehen. Ethnische Ungarn fühlen sich benachteiligt, weil sie in Behörden gezwungen werden, Slowakisch zu sprechen. Der Politologe Miroslav Kusý nimmt das in der liberalen Tageszeitung Sme zum Anlass, noch einmal Front gegen das Gesetz zu machen: "Das Gesetz ist a priori schlecht, weil es die Sprache zum staatlichen Eigentum erklärt, zu einem Objekt behördlicher Reglementierung und damit zur Schikanierung der Bürger. Es stünde einer totalitären Gesellschaft gut zu Gesicht, nicht aber einer modernen Demokratie. ... Die Slowakei ist die politische Gemeinschaft aller ihrer Bürger, ... keine Sprachengemeinschaft Slowakisch sprechender Menschen und auch keine ethnische Gemeinschaft von Slowaken. Es gibt nicht nur ethnische Slowaken, sondern auch ethnische Ungarn oder Ruthenen."

Hospodářské noviny - Tschechien | 25.09.2007

Miroslav Kusý über die Beneš-Dekrete

Das slowakische Parlament hat vergangene Woche mit großer Mehrheit die Nachkriegs-Dekrete des früheren tschechoslowakischen Präsidenten Edvard Beneš für unantastbar erklärt. Auf Grundlage dieser Dekrete waren die in der Tschechoslowakei lebenden Ungarn und die Sudetendeutschen kollektiv entrechtet, enteignet und später teilweise vertrieben worden... Der slowakische Politologe Miroslav Kusý bezeichnet den Schritt des slowakischen Parlaments im Interview mit Renata Havranová als großen Fehler: "Ich glaube, dass die negativen Reaktionen der Ungarn berechtigt sind. Es ist unangemessen, diesen alten Geist im 21. Jahrhundert aus der Kiste zu holen. Für die Tschechen hat sich Václav Havel bei den Deutschen entschuldigt. Wir haben so etwas gegenüber den Ungarn nie getan. Dabei handelt es sich um einen ähnlichen Fall. Selbstverständlich wird der Parlamentsbeschluss die bilateralen Beziehungen verschlechtern, um die es ohnehin schon nicht zum Besten steht. Die Slowaken sollten sich bei den Ungarn entschuldigen."

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