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Labro, Thierry
In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Europäer ignorieren Konflikte der Elfenbeinküste
Angesichts der Aufrüstung der Volksgruppen im westafrikanischen Staat Elfenbeinküste wirft die Tageszeitung La Voix du Luxembourg den europäischen Staaten Untätigkeit vor: "Der Völkermord, zu dem es in der Elfenbeinküste kommen könnte, ist symptomatisch für den beschämenden Zynismus westlicher Staaten. Sie sind zwischen dem Wunsch, ihre Sicht der Menschenrechte durchzusetzen, und den Interessen der großen Industriekonzerne gefangen, die aus ihren Ländern stammen. Die Bidjan [Volksstamm] haben sich schon Waffen bei drei Nachbarstaaten besorgt, die nicht so genau hinsehen, und sie könnten in einigen Wochen oder Monaten gegen die vom Regime ausgestatteten Ebrie kämpfen. Sollte es dazu kommen, so könnte man sagen, dass die Europäer und besonders die großen Kämpfer gegen die weltweite Ungerechtigkeit gewarnt waren. Wie die drei weisen Affen ... wollten sie nichts sehen, nichts sagen und nichts hören. Das Rezept für ein gemütliches Glück, das auf Leichen gebettet ist."
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Sturz des tschechischen Premiers ist verantwortungslos
Die Tageszeitung La Voix du Luxembourg kommentiert das Misstrauensvotum, das Tschechiens Premier Mirek Topolánek zu Fall gebracht hat: "Die tschechische Regierung mitten in der Wirtschaftskrise und der EU-Ratspräsidentschaft in Richtung Ausgang zu drängen, hat die gesamte Strategie der tschechischen Diplomatie und vielleicht auch das Image des Landes für eine gute Weile heruntergezogen. ... Topolánek mitten in der EU-Ratspräsidentschaft zu vertreiben bedeutet, eine Regierung nach einer Situation zu beurteilen, die niemand wirklich dauerhaft erklären kann. Aber es bedeutet auch, dass die Ernsthaftigkeit des Problems und die Notwendigkeit des Zusammenhaltens nicht wahrgenommen wurden. Es geht mehr um Verantwortungslosigkeit denn um Euroskeptizismus. ... Die sozialdemokratische Opposition in Tschechien kündigte gestern ... an, sich vorgezogene Neuwahlen vorstellen zu können, aber erst 2010. ... Und das nur, um Topoláneks Popularitätswerten, die seit dem Anfang der Präsidentschaft neuen Auftrieb bekommen haben, Zeit zu geben, erneut zu fallen."
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Mehr Öko-Autos für die EU
Die Tageszeitung La Voix du Luxembourg fordert von der EU eine wegweisende Politik für die Autoindustrie: "Es wäre politischer Mut, von der aktuellen Krise [der Autoindustrie] zu profitieren, um moderne [CO2-arme] Autos einer möglichst großen Zahl von Menschen zugänglich zu machen. Die Zeit drängt - umso mehr, als auf die französische Ratspräsidentschaft die tschechische folgt, die weitaus EU-skeptischer ist. ... Ein Drittel der auf der Welt produzierten Autos werden in Europa von zwölf Millionen Personen hergestellt. Dies macht aus der Autoindustrie eine Schlüsselbranche. Die Krise des Sektors, die mit den Sorgen der Konsumenten verbunden ist, wird durch die europäischen Diskussionen über die Grenzen für den CO2-Ausstoß bei neuen Modellen noch erschwert. Heute muss man handeln. ... Die Industrie ist bereit. Sie muss sich von nun an vorwärts bewegen, ohne zu oft in den Rückspiegel zu schauen."
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Europäische Ideale nicht der Heizung opfern
Wegen der Präsenz russischer Truppen in Georgien hatte die EU ihre Gespräche mit Russland vorübergehend ausgesetzt. Jetzt sollen die Verhandlungen wieder aufgenommen werden, auch um russische Energielieferungen nach Europa nicht zu gefährden. Die Tageszeitung La Voix du Luxembourg kritisiert das Einlenken Europas gegenüber Russland im Gasstreit: "Die erste Winterkälte reichte, damit die Europäer ihre Mütze aufsetzen, ihr Gesicht im Schal vergraben – und Russland gegenüber zunächst nachgeben. Sie wollten es nicht riskieren, dass der Gashahn zugedreht wird. Doch wenn man die europäischen Ideale der Heizung opfert, wird es schwierig, im Kongo einzugreifen und kritisch, die Festnahme eines Gefolgsmanns von [dem ruandischen Präsidenten Paul] Kagame in Deutschland zu rechtfertigen, ... oder das Völkerrecht zu zitieren, um künftige Interventionen zu begründen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Erweiterung, » Russland, » Europa
Geht die Eta den Weg der IRA?
"Wollte die Eta der IRA nacheifern, die am 9. Februar 1994, als der politische Prozess blockiert war, ein Attentat mitten in London verübte, um die britische Regierung in Bedrängnis zu bringen?", fragt Thierry Labro nach dem Madrider Attentat vom 30. Dezember 2006. "Noch hat keine Verlautbarung den Standpunkt der Terroristen erklärt, doch eines ist sicher: Der spanische Premierminister hat einen Schlusspunkt gesetzt, als er bekannt gab, dass der Friedensprozess unterbrochen ist. Das wird er nur schwer zurücknehmen können... Zapatero hat wenig Zeit und noch weniger Handlungsspielraum, um eine umfassende politische Aktion auf den Weg zu bringen, die Eta zu isolieren und zu beweisen, dass die Thesen der Terroristen keine Chance auf einen Sieg haben. Genau an diesem Punkt hat die IRA in Nordirland die Waffen niedergelegt und sich aufgelöst. Es gibt also noch Hoffnung."
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