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Lang, Kai-Olaf


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Pravda - Slowakei | 15.12.2006

Kai-Olaf Lang zu den Folgen der EU-Erweiterung

Europa hat nach Meinung des Berliner Politologen Kai-Olaf Lang nur dann eine Chance, wenn die Menschen den Eindruck bekommen, dass sie von den Erweiterungen und Vertiefungen profitieren. Im Interview mit Dana Cikelova verweist er auf die paradoxe Situation, dass "sich etwa in Österreich, aber auch in Deutschland eine Ermüdung angesichts der EU-Erweiterung breit macht, obwohl beide Länder aus dieser Erweiterung großen Gewinn ziehen. Die deutsche Wirtschaft profitierte aus dem Export in den Osten und baute zahlreiche Firmen in den neuen Mitgliedsländern auf. Aber man muss auch ganz offen sagen, dass es in den alten EU-Ländern Regionen gibt, die durch die Erweiterung verloren haben. Den Menschen dort ist schwer klarzumachen, dass ihr Land von der Erweiterung profitiert, wenn ihre eigene Firma schließt und die Arbeit dorthin verlagert, wo die Arbeitskräfte billiger sind."

Respekt - Tschechien | 30.10.2006

Kai-Olaf Lang über den deutsch-polnischen Versöhnungsprozess

Der deutsche Politologe Kai-Olaf Lang von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik analysiert im Interview mit Annecke Hudalla, warum der deutsch-polnische Verständigungsprozess einst funktionierte und jetzt ins Stocken geraten ist. "Die deutsche und die polnische Regierung praktizieren in ihrem Umgang mit der Vergangenheit etwas Interessantes: Sie haben sich darauf geeinigt, dass sie sich nicht einigen können. Mit konkreten Dingen haben sie sich nicht befasst und gehofft, dass diese sich irgendwie von selbst regeln. Das zweite Erfolgsgeheimnis war die Entpolitisierung der Beziehungen. Die Qualität des deutsch-polnischen Verhältnisses war so nahezu unabhängig von der Farbe der Regierung im jeweils anderen Land. Und drittens haben beide Länder ihr Verhältnis 'europäisiert'. Bilaterale Dinge wurden in einen multilateralen Kontext eingeordnet. Seit 2002 sehen wir aber, dass sich alle diese drei Rezepte erschöpft haben. Es ist wird immer deutlicher, dass die gemeinsame Zugehörigkeit zur EU Probleme nicht löst, sondern erst hervorruft."

Rzeczpospolita - Polen | 03.08.2006

Aufruf zur Vernunft in den deutsch-polnischen Beziehungen

Mit einem "deutsch-polnischen Appell an gemeinsames Verantwortungsgefühl und Vernunft" in den Beziehungen beider Staaten haben sich Wissenschaftler und Publizisten an die Öffentlichkeit gewandt. Die Zeitung druckt den Appell der "Kopernikus-Gruppe" gekürzt ab: "Wir sind beunruhigt über den unbegründeten Ausbruch von Emotionen in den letzten Wochen, der das deutsch-polnische Verhältnis betrifft. Die Art und Weise, wie derzeit im öffentlichen Leben negative Erscheinungen über Gebühr betont werden, ist ein Abgehen von den Idealen hochverdienter Persönlichkeiten in Polen und in Deutschland, die es als ihre Gewissenspflicht angesehen haben, ihre persönlichen Erfahrungen aus Krieg und Terrorpolitik in das Werk der deutsch-polnischen Verständigung einzubringen... Deutsche und Polen sollten wissen, dass sie sehr viel mehr verbindet, als diejenigen Politiker und Medien wahrhaben wollen, die sich mit den Beziehungen der beiden Völker auf anachronistische Art und Weise beschäftigen."

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