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Laporte, Christian
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Kirche fängt wieder bei Null an
Die Aussagen von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone haben die Bemühungen des Vatikans mit einem Mal zunichte gemacht, meint die Tageszeitung La Libre Belgique. Dabei war die Kirche bisher auf einem vielversprechenden Weg: "Die Vorgehensweise war positiv und einzigartig, weil keine andere offizielle Instanz bis jetzt so weit gegangen ist. Indem sie am Montag auf der ersten Seite ihrer Webseite und in einem Blog (!) die Antworten der Institution stellte und die klaren Maßnahmen, die gegen pädophile Priester ergriffen werden sollen, verzeichnete die katholische Kirche gegenüber sich wiederholender Kritik einen Erfolg. Umso beträchtlicher war die Geste, dass Benedikt XVI. in seiner Botschaft in der ersten Zeile auftauchte und somit sein Schweigen brach zur Frage, die über das Osterwochenende Bedrückung ausgelöst hatte. Und dann - Holterdiepolter - ist alles ganz anders! ... Der Sprecher Federico Lombardi und diejenigen, die in den Kirchen vor Ort diesen Misston wiedergutmachen sollen, sind wirklich sehr zu bemitleiden."
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Papst spricht 498 spanische Geistliche selig
Christian Laporte analysiert die Haltung der spanischen Kirche gegenüber dem Franquismus: "Es musste erst ein polnischer Papst kommen, bis die katholische Kirche bereit war, diejenigen zu würdigen, die sich für das Lager der Franquisten entschieden hatten. Weder Papst Johannes XXIII., noch Papst Paul VI. oder Pius XII. wollten in dieser Sache vorpreschen. Dabei hatte letzterer, behaupten jedenfalls die Historiker, dem Franquismus gegenüber nicht die geringsten Vorbehalte..., während Paul VI. schlicht angeordnet hatte, den laufenden Prozess der Selig- und Heiligsprechung auszusetzen. Der Wind drehte sich unter Johannes Paul II.: Nicht ganz vier Jahre, nachdem er den Heiligen Stuhl bestiegen hatte, verkündete er den spanischen Bischöfen, er wolle die Verspätung aufholen. Er versprach, sich für die Heiligsprechung von Josemaria Escriva einzusetzen. Der Opus-Dei-Gründer hatte sich auf die Seiten der Franquisten gestellt. Man muss allerdings dazu sagen, dass andere Mitglieder von Opus Dei ihrerseits unter den nationalistischen Exzessen leiden mussten."
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Der Löwe, Symbol der Belgier
Belgien feiert den 175. Jahrestag der Thronbesteigung durch den ersten belgischen König Leopold I., ein Jahr nach der belgischen Staatsgründung im Jahre 1830. Der Journalist Christian Laporte erinnert an die Bedeutung, die das Symbol des Löwen für die Belgier hat. "Ein Staat ohne Symbole wäre ein Land ohne Orientierungspunkte, seine Bürger müssten nach einer Identität suchen. Ein solcher Staat würde unter einem tiefen Anerkennungsdefizit innerhalb wie außerhalb seiner Staatsgrenzen leiden... Der belgische Löwe ist das älteste Symbol des Landes, und es gibt ihn bereits seit 1583... Warum ein Löwe? Der Löwe ist ein mutiges Tier, so mutig wie die Belgier in Cäsars Schilderungen. Karl V. sprach vom belgischen Teil des Reiches als 'Land der Löwen'. Das Symbol bewährte sich auf Dauer: als 1585 die Nord- und Südprovinzen getrennt wurden, war der Löwe dabei, und 1648, als sie ihre Unabhängigkeit zurückerlangten, tauchte er auch wieder auf. Dem 'leo belgicus' ist es bestens ergangen. Davon zeugen die etwa 50 Versionen, die von ihm bislang entdeckt wurden."
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König Albert II. und der Separatismus
"Albert II. war sehr unklug", meint Verfassungsrechtler Karel Rimanque im Gespräch. Er bezieht sich auf die Rede vom 31. Januar, in der der König die Anhänger des Separatismus in Belgien angegriffen hatte. "Musste man wirklich in so klaren Worten das Warande-Manifest [ein Aufruf zur Unabhängigkeit Flanderns, der im vergangenen November veröffentlicht wurde] verurteilen? Oder, schlimmer noch, musste man wirklich so mit dem Finger auf die gesamte flämische politische Klasse zeigen, deren einziger Fehler es ist, mehr Autonomie zu fordern?... Ich kann seine Sorge ja verstehen, aber ich würde ihn gern an Reden seines verstorbenen Bruders erinnern, der immer und überall betont hat, wie wichtig Solidarität ist."
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