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Lawson, Dominic


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


The Sunday Times - Großbritannien | 23.08.2009

Lasst Männer und Frauen zusammen antreten

Zu den geforderten Geschlechtstests für die südafrikanische Läuferin Caster Semenya bei der Leichtathletik-WM in Berlin schreibt Dominic Lawson in der konservativen Sonntagszeitung The Sunday Times: "Diese werden für die Athletin äußerst unangenehm sein, denn sie könnten wohl zeigen, dass Semenya genetisch ein Mann ist, auch wenn sie keine sichtbaren männlichen Genitalien besitzt. ... Im Geist der Diplomatie und des Fairplay möchte diese Kolumne eine Lösung für diese peinlichen Schwierigkeiten anbieten, ... eine Tat, die den Gordischen Knoten der ungeklärten sexuellen Identität zerschlägt. Es sollte keine Leichtathletikmeisterschaften mehr für Männer oder Frauen geben, die mit der Starrheit der ehemaligen Apartheidsgesetze Südafrikas getrennt sind. Lasst stattdessen Männer und Frauen - und alle, die sich als Anomalie und unbequem in der Mitte befinden - in einer gemeinsamen Meisterschaft gegeneinander antreten. Dann wären keine entwürdigenden und unangenehmen genetischen Tests mehr nötig. Nur Betrüger, die ihren Körper mit Drogen verändern, müssten noch die Männer in den weißen Kitteln fürchten."

The Independent - Großbritannien | 21.09.2007

Soll die EU Robert Mugabe ausladen?

Dominic Lawson glaubt, dass Gordon Browns Weigerung, am EU-Afrika-Gipfel teilzunehmen, zu nichts führen wird: "Wie bei den meisten (wenn nicht gar allen) Sanktionen hat es nur einen Effekt: Wir fühlen uns leicht erhaben, obwohl wir eigentlich nichts dafür tun, jener Unterdrückung ein Ende zu bereiten, der wir den Kampf angesagt haben. Robert Mugabe wird entzückt sein, wenn er feststellt, dass seine Anwesenheit in Lissabon der Grund für Großbritanniens Absage ist. Glaubt denn irgend jemand ernsthaft, dass, sollte Portugal seine Einladung zurücknehmen, nur ein Gramm Mais mehr im Mund eines simbabwischen Kindes landet oder das Ende von Mugabes Regierungszeit auch nur um den Bruchteil einer Sekunde beschleunigt werden könnte?... Die Vorstellung, Sanktionen könnten das Ende der Apartheit in Südafrika bewirkt haben, ist ein allgemeines Missverständnis."

The Independent - Großbritannien | 22.06.2007

Neuer Streit um Salman Rushdie

Dominic Lawson betrachtet den Ritterschlag für Salman Rushdie im Lichte von unsympathischeren "Mit-Rittern" wie zum Beispiel Simbabwes Präsident Robert Mugabe. "Erst vor zwei Jahren ist Iqbal Sacranie, der ehemalige Vorsitzende des britischen Muslimrates, zum Ritter geschlagen worden. Derselbe Iqbal Sacranie, der zur Fatwa von Ajatollah Chomeini erklärte, 'der Tod ist vielleicht ein bisschen zu leicht für ihn'. Peinlicherweise gab es keinen Aufschrei, als der verachtenswerte Mr. Sacranie zu 'Sir Iqbal' wurde. Am Dienstagabend war ich bei der Feier zu Rushdies 60. Geburtstag. Es gab mehrere Glückwunschreden - in allen wurde sein Alter erwähnt, aber in keiner der Ritterschlag. Das ist vielleicht nicht besonders überraschend, denn dass ein Mann, der im Namen einer ganzen Religion zum Tode verurteilt wurde, ein Alter von 60 Jahren erreicht, ist ein viel größerer Verdienst als jede Auszeichnung "

The Independent - Großbritannien | 05.06.2007

Schöne postkommunistische Welt

"Nicht nur Ärzte werden mit Jan Grzebski reden wollen, einem 65-Jährigen, der nach 19 Jahren plötzlich aus dem Koma erwacht ist. Auch Wirtschaftswissenschaftler und Politologen sollten Dzialdowo in Norpdolen einen Besuch abstatten, wo der ehemalige Eisenbahner herkommt", schreibt Nigel Lawson. "Jan Grzebski fiel ins Koma, nachdem er 1988 unter einen Zug geraten war – ein Jahr vor dem Zusammenbruch des Kommunismus. Dem polnischen Fernsehen erzählte er nun: 'Als ich ins Koma fiel, gab es nur Tee und Essig in den Läden zu kaufen. Das Fleisch war rationiert, und vor den Tankstellen bildeten sich lange Schlangen. Jetzt gibt es in den Geschäften so viele Sachen, dass mir ganz schwindelig wird.' Seine Frau Gertruda meint: 'Jan war verwundert, dass die Straßen so bunt sind. Er sagt, die Welt sei schöner geworden.'"

The Independent - Großbritannien | 30.05.2006

Kritik an Ken Loachs neuem Film

"Eine dogmatisch marxistische Geschichtsverdrehung" lautet die Überschrift von Dominic Lawsons Kritik an Ken Loachs neuem Film "The Wind That Shakes the Barley", der in Cannes gerade die Goldene Palme gewonnen hat. Darin geht es um den irischen Unabhängigkeitskampf in den 1920er Jahren. "Es stimmt, dass einige Angehörige des britischen Militärs unsägliche Dinge in Irland getan haben. Ebenso wahr ist, dass manche amerikanische Soldaten im Irak Gräueltaten begangen haben. Man muss aber bedenken, dass Ken Loach alles, was er künstlerisch gemacht hat, auf den Sturz des kapitalistischen Systems ausgerichtet hat... In Loachs sozialem Realismus steht die IRA für die Opfer im Klassenkampf; ihre Angehörigen sind deshalb allesamt Helden. Die britischen Soldaten hingegen verkörpern die herrschende Elite und sind deshalb alle Unmenschen. Wahre Geschichte ist aber viel komplizierter - und viel interessanter."

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