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Lemesonoks, Dainis
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Abwarten
Die Tageszeitung Latvijas Avize kritisiert Medwedjews militärische Rhetorik, mahnt aber zur Besonnenheit: "Das Dümmste, was amerikanische, polnische, tschechische, lettische oder andere Politiker aus Nato-Mitgliedsstaaten jetzt tun können, ist zu versuchen, Moskau klarzumachen, dass unsere Schutzsysteme keine Bedrohung für Russland darstellen, sondern zur Abwehr von Angriffen terroristischer Regime gedacht sind. Sich rechtfertigen zu müssen, wäre für die stärkste Militärallianz der Welt nichts anderes als eine Erniedrigung. … Wir sollten einfach in aller Ruhe abwarten, was bei der angekündigten Stationierung von Iskander-Raketen am Ende tatsächlich herauskommt. Beim Georgien-Krieg wurde nur allzu deutlich, wie schadhaft und veraltet große Teile der russischen Rüstungstechnik sind. Die Leidtragenden der Drohungen von Medwedjew werden am Ende die Bewohner von Kaliningrad selbst sein, wenn ihr Gebiet weiter militarisiert wird."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Polen, » Lettland, » Russland, » Global
Lettische und litauische Fluglinien streiten um Marktposition
Ein litauisches Gericht hat das in [der litauischen Hauptstadt] Vilnius befindliche Vermögen der lettischen Fluggesellschaft airBaltic gepfändet und damit in Lettland für Empörung gesorgt. Geklagt hatte die litauische Fluggesellschaft flyLAL, die sich ihrerseits durch Wettbewerbsbeschränkungen auf dem Rigaer Flughafen benachteiligt sieht. Die Tageszeitung Latvijas Avize befürchtet eine weitere Eskalation: "Dieser Konflikt hätte vielleicht nicht so gewaltige Ausmaße angenommen, wenn der Streit zwischen zwei konkurrierenden Unternehmen um eine freie Position auf dem Markt nicht wieder zu einer politischen Auseinandersetzung zwischen Brudervölkern geworden wäre. Das ist schon beim Streit um Milchaufkäufe und Quarkkonfekt passiert, aber auch bei unklaren Grenzverläufen. Aber bei Fluggesellschaften kommt noch das Problem dazu, dass sich viele von ihnen zumindest teilweise in staatlichem Besitz befinden und sie als mehr gelten als nur als Transportdienstleistungsunternehmen, nämlich als Visitenkarten eines Landes."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Infrastruktur / Verkehr, » Unternehmen, » Litauen, » Lettland
Schwierige baltische Einheit
Der estnische Premier Andrus Ansip hält sich zu einem Besuch in der lettischen Hauptstadt Riga auf. Die Gespräche dürften sich etwas schwierig gestalten, meint Dainis Lemensonoks, da Lettland Estland im Streit mit Russland um die Bronzestatue nicht ausdrücklich zur Seite gesprungen sei. "Früher war Lettland immer ein Verfechter der baltischen Zusammenarbeit und hatte die größte Angst, Russland gegenüber allein dazustehen. Die Esten hingegen hofften, durch Annäherung an Finnland in die nordische Gemeinschaft hineinzugelangen. Die Litauer wiederum setzten darauf, über Polen Teil Mitteleuropas zu werden. Seit Lettland in der NATO ist und andere Verbündete hat, haben die Ängste in Lettland nachgelassen. Das Baltikum ist sich immer dann einig, wenn nicht die eigenen Interessen betroffen sind. Der von Ansip ausgelöste Streit um die Bronzestatue hat alle drei Länder vor Probleme gestellt. Nicht nur ihre Beziehungen zu Moskau wurden auf die Probe gestellt, sondern auch die zu Brüssel."
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