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Liebs, Holger


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 14.07.2006

Vom Umgang mit Nazi-Kunst

Holger Liebs bezieht eine klare Position dazu, wie mit Nazi-Kultur umgegangen werden sollte. Anlass ist die in Schwerin geplante Werkschau von Hitlers Lieblingsbildhauer Arno Breker. "Die Ausstellung sollte unbedingt stattfinden, schon weil Breker durch die Debatte, die jetzt aufflammt, aus der Kuschelecke kultureller Verharmlosung herauskommt, die durch eine Tabuisierung seines Wirkens noch befördert wird. Durch eine kluge, differenzierte und wirklich alle Facetten dieses künstlerischen Werkes ausleuchtende Präsentation könnte die fragwürdige Gestalt Brekers plastisch hervortreten - seine hemmungslose Ästhetisierung des Herrenmenschentums als eine Art Hofbildhauer der Nazis ebenso wie die Tatsache, dass es Breker war, der sich noch während der Diktatur für Verfolgte wie Peter Suhrkamp und Pablo Picasso eingesetzt hat... Erst die öffentliche Bühne treibt die fällige Auseinandersetzung um Kunst und Moral, um Talent und Nazi-Huldigung, um Ächtung und Anerkennung hervor."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 10.02.2006

Kippenberger-Ausstellung in London

Die Londoner 'Tate Modern' widmet dem 1997 verstorbenen deutschen Künstler Martin Kippenberger zur Zeit eine große Retrospektive. Kippenberger, der keine Retrospektiven mochte, hätte diese Ausstellung jedoch gemocht, merkt Holger Liebs an, da die Londoner Kuratorinnen Kippenbergs "Liebe zum gezeigten Werk" ernst genommen hätten. Liebs beschreibt, warum die Briten Kippenberger so mögen: "Für die Briten ist dieser seltsame Deutsche mehr oder weniger Neuland; man siedelt ihn zwischen dem überdrehten Pop der Young British Artists und dem politischen Beuys an. Besonders deutsche Schuldgefühle finden die Insulaner bemerkenswert: Keine Kritik kam ohne Verweis auf die Skulpturenserie 'Martin, ab in die Ecke und schäm dich!' (1989) aus. Kippenbergers Selbstporträts als Eckensteher, zum Teil mit hochrotem Kopf, durchziehen die Schau als running gag - er fertigte sie nach Vorwürfen an, er habe Nazisymbole benutzt."

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