Navigation

 

Home / Autorenindex


Lindon, Mathieu

Journaliste à "Libération"


RSS Die Texte von "Lindon, Mathieu" als RSS-Feed abonnieren


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Libération - Frankreich | 10.12.2011

Mathieu Lindon über Europa als Anhängsel der Märkte

Ein Gipfel jagt den nächsten, um der Euro-Krise Herr zu werden, doch die Kompetenzen dazu hat Europa längst abgegeben, analysiert der Schriftsteller Mathieu Lindon in der linksliberalen Tageszeitung Libération: "Welch eine Ungerechtigkeit, wie kAAAtastrophal: Wir hatten uns darauf vorbereitet, unsere Schulden an unsere Kinder zu vererben, doch jetzt werden wir uns wohl selbst darum kümmern müssen. Keiner der 27 europäischen Staats- und Regierungschefs hat eine Ahnung, wie man aus dieser Situation wieder herauskommt. Das durch babylonische Verwirrung geprägt Europa wird Schiffbruch erleiden. ... Selbst die Experten wissen nicht, was zu tun ist. Das einzige, worin sie sich einig sind, ist die Einsicht, dass die Staaten idiotisch vorgehen. Man hat Europa mehr Souveränität zugestanden, aber Europa hat sie de facto an die Märkte weitergereicht, und zwar in einem solchen Ausmaß, dass Brüssel jegliche Souveränität abhanden gekommen ist. Bisher haben die Märkte sich von ihrer freundlichen Seite gezeigt. Doch weil sich das nun ändert, bemerkt man plötzlich, dass ihre Macht nicht nur Vorteile hat."

Libération - Frankreich | 07.08.2007

Zum Tod des Holocaust-Forschers Raul Hilberg

Der Schriftsteller Jonathan Littell würdigt im Interview mit Mathieu Lindon den Historiker Raul Hilberg, der am 4. August gestorben ist. Littells Buch "Les Bienveillantes", das fiktive Geständnis eines SS-Offiziers, stützt sich in weiten Teilen auf Hilbergs Hauptwerk, "Die Vernichtung der europäischen Juden". "Dieses Buch ist wie ein Fach-Wörterbuch. Es war mir ständig von großem Nutzen, ich habe darin oft nachgeschaut, wenn ich bei der Entwicklung bestimmter Passagen ein Detail brauchte, etwa wenn es um die bürokratischen Strukturen ging, die Organisation... Hilberg ist der wichtigste Autor für die Erforschung der Shoah. Er war der erste, der sich dabei eines fast strukturalistischen Ansatzes bediente. Er hat sich auf den Holocaust konzentriert, er hat gezeigt, wie die gesamte deutsche Bürokratie dabei zusammengearbeitet hat... Alles, was nach ihm geschrieben wurde, bezieht sich auf ihn. Außerdem ist sein Buch im Englischen ein wunderbar geschriebener Text. Hilberg war ein hervorragender Stilist, was bei Historikern selten ist."

» Autorenindex


Weitere Inhalte