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Lis, Tomasz
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Weg mit dem 'Institut der Nationalen Hetze'
Polens konservativ-liberale Regierungskoalition will den Haushalt des Instituts des Nationalen Gedenkens (IPN) kürzen, das für die Aufklärung kommunistischer und nationalsozialistischer Verbrechen zuständig ist. Der Fernsehjournalist Thomasz Lis fordert in einem Gastkommentar für die liberale Tageszeitung Polska die Abschaffung des IPN, weil es gegen den ehemaligen Revolutionshelden und Staatspräsidenten Lech Wałęsa hetze. "Warum soll ich Forschungsfreiheit sponsern, die zur Folge hat, dass schwarz weiß genannt wird und umgekehrt. ... Ich pfeife auf eine Freiheit der Äußerung, die zulässt, dass ein Held der freien Gewerkschaft [Solidarność] Schädling genannt wird, der nicht nur geholfen, sondern eher gestört habe. ... Freiheit ist die größten Opfer wert. Aber Menschen, die die Besten der Besten bespucken, sind nicht viel wert. Wie kann man mit Hochachtung an ein Volk denken, in dem Menschen mit Dreck beworfen werden, denen man in jedem anderen Land mit Respekt begegnen würde. ... Verdienen wir denn Achtung, wenn wir uns selbst nicht achten können? Das 'Institut der Nationalen Hetze' sollte aufhören zu existieren. Die Haushaltskürzung ist eine viel zu milde Strafe."
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Die polnische Kohabitation
In Polen wird es in den kommenden Jahren keine radikalen Reformen geben, weil sich Staatspräsident Lech Kaczyński und der designierte Premierminister Donald Tusk gegenseitig blockieren werden, meint der Journalist Tomasz Lis. Es stehe eine Kohabitation bevor, die mit dem französischen Modell von Chirac und Jospin vergleichbar sei. "Der französische Präsident strebte eine Wiederwahl an, der Premier eine Wahl. Die Folge waren Stellungskrieg und Stillstand. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dies auch bei uns so sein wird... Der polnisch-französische Vergleich ist nur in einem Punkt falsch. Chirac hatte keinen Zwillingsbruder, der ihm im Parlament brüderliche Hilfe garantierte."
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Kaczynskis Polen
Eine Nation mit 38 Millionen Einwohnern im Herzen Europas habe das Recht zu wissen, was die Regierenden planen und warum zwei Minister zurückgetreten sind, schreibt Tomas Lis, Programmdirektor des privaten Fernsehsenders Polsat. "Chaos, Groteske, absurdes Theater... Die Regierenden in Polen verhalten sich, als ob sie in einer belagerten Festung säßen. Sie sehen nicht, dass sie niemand belagert. Sie sehen nicht, dass ihr Festungsgraben ihre eigenen Komplexe, Traumata und Obsessionen sind... Die Kaczynski-Brüder müssen zu ihrer Nation zurückkehren, der sie alles verdanken. Zu ihrer Nation, das heißt nicht zu den Untergebenen, sondern zu ihren eigenen Vorgesetzten."
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