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Mafai, Miriam


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Repubblica - Italien | 24.07.2009

Rassismus ist eine Krankheit

In der norditalienischen Stadt Vicenza hat das Regionalparlament einen Antrag verabschiedet, demzufolge Lehrer, die nicht aus Vicenza stammen, keine Schulleitungsfunktionen übernehmen dürfen. Die neue Regelung richte sich vor allem gegen Lehrer aus Süditalien, kritisiert die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "In einem Land, dass kurz davor ist, wenn auch ohne Begeisterung, das Jubiläum seiner [staatlichen] Einheit (150 Jahre im Jahr 2011) zu feiern, kommt aus Vicenza ein anderes Signal, das nicht zu unterschätzen ist. Die [rechtspopulistische Partei] Lega [Nord] ... hat Schule gemacht. ... Es wäre ein Fehler, die Regelung von Vicenza als isolierten und ein wenig wunderlichen Lega-Fall zu betrachten. Die Regelung ist leider nur das jüngste Beispiel einer Kultur der Apartheid oder des Rassismus. ... Der Rassismus ist eine Krankheit, die gefährlich droht, sich weiter auszubreiten. Sie tritt nicht mehr nur gegenüber dem Ausländer, der eine andere Hautfarbe hat, auf. Sie läuft nun auch Gefahr, uns auch in unserem Land gegeneinander aufzuwiegeln."

La Repubblica - Italien | 08.12.2006

Die Anerkennung von Lebenspartnerschaften

Miriam Mafai freut sich über die Entscheidung der italienischen Regierung, ein Gesetz zur Anerkennung von 'Lebenspartnerschaften' auszuarbeiten, die auch für Homosexuelle gelten sollen. "Das ist eine gute Nachricht. Es ist eine gute Nachricht für die Politik, dass alle Gruppierungen des Mitte-Links-Bündnisses die Entscheidung unterstützen, bis zum 31. Januar ein Gesetz vorzulegen, das das Leben der Paare in freier Gemeinschaft regelt... Aber es ist auch eine gute Nachricht mit Blick auf die Bürgerrechte. Männer und Frauen fordern mit immer stärkerem Nachdruck die völlige Freiheit der Wahl - und die Respektierung ihrer Wahl. Zugleich wollen sie, dass man ihre neue Freiheit und ihre neuen Rechte anerkennt."

La Repubblica - Italien | 22.11.2006

Frauenmangel in der italienischen Politik

Miriam Mafai fragt, warum es in der italienischen Politik so wenige Frauen gibt und ob Quoten Abhilfe schaffen könnten. "Die Italienerinnen übernehmen immer mehr Verantwortung. Sie bilden in den Universitäten und in vielen Bereichen der Wirtschaft die Mehrheit... Das ist in der Politik nicht so. Dort zählen Macht und Prestige, und man gelangt nicht durch Wettbewerb, sondern durch Aufnahme in die bereits bestehende Riege dorthin. Alle Parlamente sind in Männerhand. Die Welt der italienischen Politik ist eine fast ausschließlich männliche Welt... Die Wahl von Ségolène Royal zur Präsidentschaftskandidatin der französischen Sozialisten ist ein gutes Signal für die Frauen, denn Royal hat nicht mit einer Quote, sondern durch eine demokratische Wahl gewonnen."

La Repubblica - Italien | 21.02.2006

Gefängnisstrafe für Holocaust-Leugner David Irving

Für Miriam Mafai ist die Verurteilung von David Irving symbolträchtig. "Der Urteilsspruch des Wiener Geschworenengerichts hat die Kontroverse um den Holocaust, die Vernichtung der Juden während des Zweiten Weltkrieges im Herzen des sehr zivilisierten Europas endgültig beendet. Der Holocaust ist eine anerkannte Wahrheit und die, die das leugnen, sind schuldig... Die meisten unter uns haben diese Symbolik nicht gebraucht: Es gibt viele, die die Baracken und Krematorien von Auschwitz gesehen haben; viele, die vom Lesen der Zeitzeugen-Berichte emotional überwältigt waren... Dieser Urteilsspruch hatte nicht nur die Lösung eines Historikerstreits zum Ziel, sondern sollte auch den Willen stärken, die Renaissance der Nazis in Europa zu verhindern und die Unantastbarkeit des Staates Israel zu unterstreichen."

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