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Müller, Burkhard
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Burkhard Müller über Europa als Kontinent des Waldes
Burkhard Müller nimmt die Waldbrände in Griechenland zum Anlass, über die Bedeutung des Waldes in Europa nachzudenken: "Wenn [Griechenland] nicht entschlossen anfängt, seinen Wald zu hegen, ihn als Wald, wie wir ihn kennen, allererst zu begreifen, wird es ihn ganz einbüßen, im Zug des Klimawandels und dann unausweichlicher weiterer Katastrophen verkarsten und erkahlen. Man rechnet mit dem Sprung der Sahara übers Mittelmeer und sieht sie zum Teil schon angelangt; hierin gleicht sie dem islamischen Fundamentalismus. Übrigens brennt es in der Türkei zur Zeit nicht - sollten die Türken insgeheim schon bessere Europäer sein als Griechen und Italiener, Spanier und Portugiesen? Das Mittelmeer hört auf, ein mittleres zu sein; für den mediterranen Sonderweg beginnt es eng zu werden. (Der Siesta geht es auch schon an den Kragen.) Europa, das wird in diesen Tagen des Schreckens deutlich, entwirft sich als die gemäßigte Region der Vernunft zwischen den Maßlosigkeiten der Wüste und der Taiga, als ein Kontinent des Waldes."
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Lateinische Messe
Burkhard Müller setzt sich mit der Rolle des Lateinischen in der Tradition der katholischen Kirche auseinander: "Warum sollte die Kirche auf die lateinische Sprache völlig verzichten? Es ist die Sprache, die in der Geschichte der Kirche die längste und wichtigste Rolle gespielt hat, mit der sie das tiefste Gedächtnis verbindet. Es ganz zu vertilgen, wäre ein Akt dummen Undanks. Und dass es überhaupt noch, wenngleich im Hintergrund, existiert, erinnert sie an ihre Einheit über alle historischen und nationalen Grenzen hinweg. Die Gläubigen verstehen es alle miteinander nicht, das verbindet - und in gewisser Weise verstehen sie es eben doch, wie eine Melodie. Latein schwebt heute durch die Kirche fast wie ein musikalisches Motiv."
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Schmerz in Kunst und Medizin
Eine Ausstellung des Berliner Museums Hamburger Bahnhof und des Medizinhistorischen Museums der Charité zeigt Kunstwerke und medizinische Objekte - wie Präparate oder Arzneimittel -, die Schmerz als menschliche Grunderfahrung zeigen. Zentral ist die Darstellung des gekreuzigten Jesus als Kunstwerk sowie als anatomisches Wachspräparat, erklärt Burkhard Müller. "Die Kunst aber hat, in Europa wenigstens, ihren festen Bezugspunkt im Leiden Christi. Alle Rede und jedes Bild vom Schmerz kommt irgendwie immer auf diese eine Figur zurück: ein Balken längs, einer quer, darauf die Gestalt, die zuschanden wird. Gott ist Mensch geworden, behauptet das Christentum, und belegt es mit diesem Anblick, ohne den die Menschwerdung eine geschenkte Übung, ein Maskenball bleiben müsste. Etliche solcher Gemälde versammelt die Ausstellung, der Katalog noch mehr. Selbst ein Gegner des Christentums wird darin eine tiefe Aufrichtigkeit erkennen. Der Schmerz ist nicht nur der Gegenpol zu Glück und Lust, er ist mehr als sie. Ein bloß in der Lust glücklicher Mensch wird mit sich selbst gar nicht richtig bekannt, er weiß gewissermaßen nicht, dass er ein Wesen der drei Dimensionen ist und sein schmaler Körper Raum für Abgründe hat."
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