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Maltese, Curzio
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Lars von Trier sympatisiert mit Hitler
Der dänische Regisseur Lars von Trier hat auf der Pressekonferenz zu Vorstellung seines Films Melancholia bei den Filmfestspielen in Cannes gesagt, er sei ein Nazi. Angesichts früherer Filme liegt der Verdacht nahe, dass er das ernst meinte und nicht nur provozieren wollte, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Was auch immer die wahren Absichten von Lars von Trier in seiner verblüffenden Pressekonferenz gewesen sein mögen, den Verdacht, dass Hitler ihm gefalle, hegten wir bereits seit den Zeiten von Breaking the Waves (1996). Abgesehen von der umgekehrten Vermutung, dass auch Hitler Gefallen an von Trier gefunden hätte, dessen Filme das Erbe des Ästhetizismus von Leni Riefensthal antreten, nur leider mit weniger Talent. ... Der meist überschätzte Regisseur hat in Cannes einen Film präsentiert, den zu besprechen fast ebenso peinlich ist, wie zu seinen schwachsinnigen Äußerungen Stellung zu nehmen."
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Berlusconi im Griff der Lega Nord
In Italien ist kurz vor den Parlamentswahlen am 13. und 14. April ein Streit um angeblich unübersichtlich angeordnete Wahlzettel entbrannt. Umberto Bossi von der rechtsextremen Lega Nord, der mit Oppositionsführer Silvio Berlusconi ein Wahlbündnis eingegangen ist, brachte seinen Verbündeten in Verlegenheit, als er sagte, seine Partei würde wegen der Zettel die Interessen des Nordens notfalls auch "mit Gewehren" verteidigen. Curzio Maltese glaubt, dass der mehrfach verurteilte Bossi bedeutendes erpresserisches Potenzial hat: "In einem ohnehin trostlosen Wahlkampf ist es nun durch den letzten persönlichen Streit zwischen Bossi und Berlusconi zu einem weiteren Nervenkrieg gekommen. Nachdem der Chef der Lega Nord das mit den Gewehren heraus krakeelt hat, antwortete Berlusconi elegant, Bossi werde nicht Minister, weil sein Gesundheitszustand dies nicht zulasse. Der andere antwortete prompt, es ginge ihm gut und Berlusconi nahm seine Behauptung routiniert zurück. Man könnte dies für die üblichen Schmähreden zweier gewiefter Politiker halten, doch wenn die Voraussagen stimmen, dann wird Berlusconi nicht ohne die Stimmen der Lega Nord regieren können, weder in der Abgeordnetenkammer noch im Senat... Ein Sieg Berlusconis würde Italien also der Lega und ihren 'Gewehren' ausliefern."
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Endspurt im italienischen Wahlkampf
Curzio Maltese vergleicht das Abschneiden der beiden Kandidaten beim Fernsehduell. "Nach einem etwas unsicheren Start ist Prodi, der Dieselmotor, bei dieser zweiten Begegnung deutlicher als Sieger hervorgegangen als beim ersten Mal. Berlusconi wiederum hat seine Rolle gespielt... Das Duell zeigt, dass er ein großer Kommunikator im Wild-West-Stil ist... Ansonsten hat er sich anderthalb Stunden lang über seine Verbündeten und seine böswilligen Gegner ausgelassen und über die wirtschaftliche Situation lamentiert... Die Abschaffung der Wohnungssteuer (die Berlusconi in letzter Minute für den Fall seiner Wiederwahl vorschlug und so eine Entgegnung verhinderte) ist eine nostalgische Wiederbelebung seines Traums von 2001, eine verzweifelte Geste des Spielers, der spürt, dass er zu verlieren droht."
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Wahlkampf
Silvio Berlusconis Wahlkampf, ein Medienmarathon, beginnt die Zuschauer zu ermüden, schreibt Curzio Maltese. Den Kommentator beunruhigt vor allem, dass die Informationsfreiheit lächerlich gemacht wird. "Präsident Carlo Ciampi, der es bislang immer vermieden hat, sich ins politische Spiel einzumischen, konnte es sich nicht verkneifen, dazu aufzurufen, den Pluralismus im Fernsehen zu respektieren... Berlusconi versucht, der Linken eine kriminelle Geschichte anzuhängen und das der Öffentlichkeit mit großem Werbeaufwand zu verkaufen. Zielgruppe dieser Geschichte ist das Drittel der Wähler, das unentschieden und wenig politisch interessiert ist. Dieses kleine Spiel ist dreckig, sehr dreckig sogar, aber es könnte Wirkung haben. Irgendjemand muss es stoppen."
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Wahlkampf
Erst wurde den italienischen Linken Unterschlagung vorgeworfen, jetzt beschuldigen sie Silvio Berlusconi, ihr Image zu beschmutzen. Kommentator Curzio Maltese beklagt, dieser Schlagabtausch lenke von den wahren Problemen der Bürger ab. "Man sagt, das erste Opfer eines Krieges sei die Wahrheit. In Italien ist das erste Opfer des politischen Krieges die Wahrheit des Alltags von Millionen Menschen... Man kann ja noch verstehen, dass das einer Mehrheit ganz gelegen kommt, die es nicht geschafft hat, zu regieren. Aber man versteht nicht, dass die Opposition sich auf dieses Spiel einlässt, selbst wenn Fassino und D'Alema sich zu Recht gegen ungerechtfertigte Anschuldigungen wehren... Der Wahlkampf 2001 hatte konkrete Themen: Steuern, Renten, Beamte, Sicherheit, Arbeit. In diesem Jahr gibt man sich mit denselben Themen zufrieden, aber man unterschlägt die grundliegende Tatsache, dass sich die Situation in all diesen Bereichen extrem verschlechtert hat."
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