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Mandas Vergu, Melania
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Privatuniversität hat Studierende missachtet
Das rumänische Bildungsministerium wirft der größten rumänischen Privatuniversität des Landes, Spiru Haret, seit Jahren vor, zahlreiche nichtakkreditierte Außenstellen im In- und Ausland zu unterhalten. Nun hat das Ministerium Abschlussprüfungen der Universität mit einem Polizeieinsatz auflösen lassen. Das kommentiert die Tageszeitung Gândul: "Die Verzweiflung der jungen Leute [Absolventen], die mit ansehen mussten, wie [durch die fehlende Abschlussprüfung] ihre Hoffnungen auf einen Arbeitsplatz vernichtet wurden, ist berechtigt. Für diese Verzweiflung und diesen Zorn gibt es nur einen einzigen Schuldigen: die Universität Spiru Haret. Dieser wurde erlaubt, sich chaotisch und illegal zu entwickeln, alles in Rumänien missachtend, und besonders die eigenen Studenten zu missachten. ... Wenn wir das Gesetz buchstabengetreu anwenden würden, müssten alle Diplome, die zwischen 2002 und 2009 an der Spiru Haret von nichtakkreditieren Fachbereichen verliehen wurden, für wertlos erklärt werden."
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Rumänische Universitäten müssen moderner werden
Nach einem Journalistentreffen zur Hochschulpolitik in Paris schreibt die Tageszeitung Gandul, Rumänien habe zwar mit Bachelor- und Masterstudiengängen neue Strukturen an den Universitäten geschaffen, seine Probleme damit aber nicht gelöst: "Es ist nutzlos, Strukturveränderungen vorzunehmen, aber im Kern eigentlich nichts zu bewegen. Das ist die schlechte Nachricht: Wir haben in die neue Struktur die gleichen Mängel übernommen, die uns seit 18 Jahren Freiheit prägen. Vorsintflutliche Kurse und Fächer, mittelalterliche Unterrichtsmethoden mit Kreide und Tafel, Labore aus dem Kommunismus und, was noch schlimmer ist, eine Beziehung zwischen Studenten und Professoren, die noch immer dem autoritären Modell des allwissenden Lehrers und des unterwürfigen Studenten anhängt. Zudem [herrschen] Korruption und Sittenverfall - Professoren, die gute Zensuren gegen Oralsex verkaufen und Studenten, die, wenn sie denn zur Universität kommen, Prüfungsergebnisse wie aus dem Geschenkesack des Weihnachtsmanns erwarten."
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Kein Geld für Tafeln und Mikroskope
Melania Mandas Vergu kommentiert die Kürzungen im rumänischen Bildungsetat: "Elf Monate lang sind wir fast taub geworden von den Lobeshymnen, die auf das Kabinett Tariceanu gesungen wurden, diese Wohltäter der rumänischen Schulen. Keine Rede, in der nicht erwähnt wurde, dass zum ersten Mal in der Geschichte nach 1989 ausreichend Geld für Bildung bereitgestellt wurde, ja sogar etwas mehr. Aber mit der gestrigen Regierungssitzung wurde jede Hoffnung auf konsequentes Handeln der Politiker zunichte gemacht: der Bildung wurden auf einen Schlag 130 Millionen Euro gestrichen... Von der Summe, die den Schulen gestern gestohlen wurde, waren 100 Millionen Euro für didaktisches Material vorgesehen. Das heißt konkret, jede Schule hätte eine neue Tafel anschaffen können, Spinde für Sportsachen, Kartenmaterial, Chemie- und Physikausstattung, Mikroskope, CDs oder andere Dinge, die gebraucht werden. Aber diese Kleinigkeiten - die in anderen europäischen Ländern die Qualität des Unterrichts ausmachen - werden bei uns als Dummheiten abgetan, als Luxus."
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Schmiergeld in rumänischen Schulen
Vergangene Woche wurde in Rumänien eine Lehrerin dabei erwischt, als sie sich während einer Prüfung von einem Schüler für eine gute Note bezahlen ließ. Melania Mandas Vergu kommentiert: "Ich weiß nicht genau, was im Kopf und im Herzen eines Schülers vorgeht, wenn er seinen Lehrer predigen hört, Ehre, Fairness und andere moralische Werte machten den Menschen aus, und dabei genau weiß, dass er seinen Einserschnitt ein paar Millionen Lei verdankt. Das weiß er, weil er gehört hat, wie Mama mit Papa darüber gesprochen hat. Das Kind versteht, dass die Erwachsenen lügen. Und ist verwirrt, weil es noch nicht gelernt hat, etwas zu sagen und das genaue Gegenteil davon zu tun. Aber das wird es noch – es geht ja auf die Schule!"
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