Bereichsmenü: Home
Home / Autorenindex
Marias, Javier
Die Texte von "Marias, Javier" als RSS-Feed abonnieren
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Javier Marías Franco über seine Unfähigkeit patriotisch zu sein
Der spanische Schriftsteller und Kolumnist Javier Marías Franco spricht sich in der liberal-konservativen italienischen Tageszeitung Corriere della Sera gegen den Patriotismus aus: "Ich liebe die Einzelnen, nicht das Land. Es ist mir immer schwer gefallen, Patriotismus zu begreifen. Proklamierungen der Art: Ich liebe Spanien ... klingen in meinen Ohren falsch und leer und sind zudem unwahrscheinlich. Denn niemand ist geneigt, ein Land als Ganzes zu 'lieben'. ... Es fällt mir zudem schwer, stolz auf mein Land zu sein, wenn einer meiner Landsmänner sich durch etwas auszeichnet. ... Auf welche Weise sollte ich eine Anerkennung erfahren haben - als beispielsweise der Nobelpreis [für Literatur] in Stockholm an Camilo José Cela verliehen wurde - wenn ich seine Literatur als ranzig und inhaltsleer erachte ... Ich verstehe den Patriotismus seltsamerweise nur negativ. ... Es gibt Individuen und Fakten, mit denen ich um nichts in der Welt assoziiert werden möchte. ... Ich frage mich, wie diese Krankheit zu definieren ist: die Unfähigkeit Stolz zu empfinden, vereint mit der Fähigkeit, sich für den fremden Nachbarn zu schämen. Nicht das es mich tröstet, aber ich bin sicher, dass ich nicht der Einzige bin, der an dieser Krankheit leidet."
» weiterführende Informationen (externer Link, italienisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Weltanschauung, » Spanien, » Global
Javier Marias über den Tod als Schauspiel
Der spanische Erfolgsschriftsteller Javier Marias kritisiert in einem Interview mit Justo Barranco den Umgang der Gesellschaft mit dem Tod. Ein Thema, das auch in seinem letzten Roman 'Tu rostro manana' ("Dein Gesicht morgen") zur Sprache kam. "Die heutige Gesellschaft ist feige, sie übertreibt ein wenig. Natürlich ist das menschliche Leben heilig, doch in schwereren Zeiten hat man weniger Aufhebens davon gemacht. Man rechnete damit, dass Menschen sterben können. Wir versuchen den Zufall auszuschalten, als wären wir vollkommene Wesen. Alles was aus dem vorgesehenen Rahmen fällt, wird als ungeheure Tragödie empfunden. Das stimmt natürlich auf einer persönlichen Ebene, aber nicht allgemein... Es scheint, als ließe sich der Tod heute nur als Schauspiel ertragen."
» zur Homepage (externer Link, La Vanguardia)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Literatur, » Spanien
Alle verfügbaren Texte von » Justo Barranco