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Martinetti, Cesare
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Islamismus ergänzt Rechtsextremismus
Erst wurde ein rechtsextremer Hintergrund bei der Mordserie von Toulouse vermutet, nun scheint es ein islamistischer Attentäter zu sein. Die beiden Extreme haben eben viel gemein, meint die liberale Tageszeitung La Stampa: "Den Abgründen von Toulouse ist am Ende ein verrückter Anhänger Allahs entstiegen. Kein rechtsextremistischer Fallschirmspringer, der das braune Gespenst der französische Geschichte hütet, sondern ein Soldat der täglichen Intifada, die in den Vorstädten wütet. Wie ist es möglich, dass auf der Suche nach einer Erklärung für die beiden Massaker zwei so verschiedene, wenn nicht gar entgegengesetzte Welten als möglicher Ursprung in Erwägung gezogen wurden? Beide sind gleichermaßen plausibel. Der islamistische Terrorist und der Neonazi gehören dem Untergrund unserer Gesellschaft an. Zwei grundverschiedene Albträume, die friedlich nebeneinander leben, ohne sich zu begegnen. Und wenn doch stärken sie sich sogar gegenseitig. Es sind zwei Albträume, die sich ergänzen."
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Richtig mit einer multiethnischen Gesellschaft umgehen
Die liberale Tageszeitung La Stampa kommentiert die Aussage des italienischen Premiers Silvio Berlusconi, Italien sei kein multiethnisches Land: "Das wirkliche Problem ist nicht der Kampf um die Bedeutung des Wortes multiethnisch. Es geht darum, wie dieser Prozess [der Integration] gehandhabt werden muss. Mit getrennten Wagons der U-Bahn in Mailand? Mit der Ankündigung, die biblische Welle, die sich vom Herzen Afrikas über die Strände des Mittelmeers ergießt, nicht zu stoppen? Wir wissen alle, wie schwer das Zusammenleben und wie gerechtfertigt das Gefühl der Ungerechtigkeit in den Armenvierteln ist angesichts der Tatsache, dass 'ethnische' Banden ungestraft bleiben, die mit den italienischen um die Eroberung des Terrains kämpfen, von dem der Staat zurückweicht. Das passiert nicht nur in Italien. In Frankreich hat der Innenminister fünfzig Vororte aufgezählt, die als 'perdu' gelten - verloren für die Republik. … Es geht darum, die richtigen Wege zu finden, eine multiethnische Gesellschaft zu führen und nicht aus banaler Wahlkampftaktik mit Worten zu spielen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Migration, » Integration, » Italien, » Europa
Die Liebe der Franzosen zu Segolene Royal
"Sexier als die Bellucci", schreibt Cesare Martinetti über Ségolène Royal, die für die französischen Sozialisten bei den kommenden Präsidentschaftswahlen kandidieren möchte. Er versucht zu ergründen, wie Royal es auf den ersten Platz eines weltweiten Rankings der sexiesten Frauen schaffen konnte. "Die Dame ist heute eine nationale Angelegenheit. Ihre Beliebtheit steigt von Tag zu Tag, sie scheint die Einzige zu sein, die Nicolas Sarkozy 2007 schlagen kann... Sie verspricht Sicherheit und Ordnung und ihre Schneider tun das Übrige, indem sie das Dunkelgrau der Pariser politischen Klasse durchbrechen... Aber Segolene ist nicht zart... In dieser politischen Liebe der Franzosen zeigt sich etwas Perverses, mehr maso als sado. Die Zeitung Liberation brachte vor einigen Tagen ein Foto, das sich fetischistisch auf die Beine der Dame konzentrierte. Ségolène ist zu einem Objekt der Begierde geworden."
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