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Matgen, Jean-Claude


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Libre Belgique - Belgien | 31.07.2007

Abschiebung illegaler Einwanderer verhindert

Am Montag, 30. Juli, hat die belgische Justiz die Abschiebung zweier illegaler Ecuadorianerinnen - Mutter und Tochter - verhindert. Jean-Claude Matgen kommentiert: "Man kann fragen, ob ihnen diese Sonderbehandlung zusteht, wo doch Gesetz Gesetz ist... [Aber] die Asyl- oder Regulierungsverfahren dauern zu lang, und diese Langwierigkeit schafft eine Situation, die jegliche Sanktion für den Betroffenen und alle irgendwie mitfühlenden Menschen schwer akzeptabel macht. Außerdem ist das Wegschließen von Erwachsenen [Mutter und Tochter waren einen Monat lang inhaftiert], die keinerlei Verbrechen begangen haben, und erst recht das von wehrlosen Kindern eine Schande für eine Demokratie, die dafür regelmäßig von internationalen Gerichten gescholten wird."

La Libre Belgique - Belgien | 12.07.2006

Die politische Vereinnahmung der Affäre Zidane

Jean-Claude Matgen beschäftigt sich noch einmal mit der "Affäre Zidane". "Die Reaktionen der vergangenen Stunden lassen einen doch etwas ratlos. Der Wind scheint sich gerade zu drehen und die deplatzierte Geste Zidanes wird mittlerweile in bestimmten Kreisen und Ländern als Ausdruck einer legitimen Revolte gegen eine hasserfüllte Provokation, die möglicherweise einen rassistischen Einschlag hatte, gesehen. Der Kampf hat sich vom Sport in die Politik verlagert. Das ist aber nicht harmlos und kann sogar gefährlich werden... Rassistische Beleidigungen, pöbelhafte Provokationen und schäbige Verletzungen sind keine italienische Spezialität. Sie gedeihen auf allen Sportplätzen der Welt... Auf jeden Fall war die Art, wie Zidane reagiert hat, falsch. Inakzeptabel. Ebenso inakzeptabel ist es, den Vorfall für politische Ziele zu instrumentalisieren."

La Libre Belgique - Belgien | 20.01.2006

Justizskandal

Jean-Claude Matgen kommentiert die "Justiz-Katastrophe von Outreau". Dabei geht es um einen Fall mutmaßlicher Kinderschändung, im Zuge dessen 13 Menschen in Untersuchungshaft in französische Gefängnisse kamen. Doch die Anschuldigungen waren falsch. "Jetzt muss eine parlamentarische Untersuchungskommission, deren Arbeit in vielerlei Hinsicht an die der Dutroux-Kommission erinnert, Schlüsse aus diesem unermesslichen Fiasko ziehen... Die 13 Freigelassenen haben mit Vorwürfen an die Untersuchungsrichter nicht gespart, die viele Ungeschicklichkeiten begangen haben. Doch man darf die Irrtümer im Fall von Outreau nicht einzelnen Untersuchungsrichtern anlasten... Der Fehler war ein kollektiver und er zeigt die Anfälligkeit der menschlichen Justiz. Sollte man deshalb das ganze inquisitorische Verfahren an den Nagel hängen und die Figur des 'juge d'instruction' (eines Polizeiermittlers, der gleichzeitig Richter ist und sein Urteil an die Staatsanwaltschaft weiterreicht) abschaffen?"

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