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Maurice, Antoine


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Tribune de Genève - Schweiz | 31.01.2008

Antoine Maurice über die "Helvetisierung" Europas

Antoine Maurice überlegt, wie viel Gewicht die EU in der Weltpolitik hat. "Zwei französische Politiker, Edouard Balladur und Hubert Védrine, haben vor kurzem im Radio eine Debatte über die europäische Außenpolitik angestoßen. Sie warnten vor einer 'Helvetisierung' Europas als Schreckensbild... Sie meinen damit, dass Europa sich auf internationaler Bühne bestensfalls so bescheiden wie ein kleines Land gibt, und das finden sie schade... Zu den großen Herausforderungen der Welt - Sicherheit, Handel und Umwelt - murmelt die EU nur das Wort 'soft power' (Mittel und Wege der Beeinflussung durch Demokratie). Nun ist aber bekannt, dass man gestern wie heute Macht nur durch den Einsatz klassischer Machtmittel gewinnt. Es fehlt der EU an Einfluss, weil es ihr an Wirtschaftskraft und militärischer Stärke fehlt. Das ist aber etwas anderes als ein Schweizer Syndrom."

Tribune de Genève - Schweiz | 01.03.2007

Separatismus in Europa

Antoine Maurice stellt fest, dass es in mehreren spanischen Regionen separatistische Bewegungen gibt. "30 Jahre nach der Verfassung ist für Spanien die Frage nach Föderalismus oder Einheit essentiell geworden. Es ist eine Frage des Überlebens der Nation. Die Historiker sagen, dass die spanische Nation noch nicht sehr alt ist... Das Franco-Regime hat das Nationale gefördert, indem es alles vernichtet hat, was identitätsstiftenden Geschichten oder Kulturen auch nur ähnelte. Das bestärkt in den noch lebendigen Erinnerungen nicht gerade die Liebe zur spanischen Nation. Insgesamt wird die aktuelle Debatte, die von Bitterkeit genährt wird, auf einer doppelten Ebene geführt. Es ist eine ideologische Debatte, die einerseits Gefühle für eine nicht enden wollende Vergangenheit und andererseits für eine noch ungeschriebene Zukunft mobilisiert. Die alten europäischen Nationen können sich in Zeiten von Terrorismus und Globalisierung nicht sicher sein, die Vormachtstellung in den internationalen Beziehungen oder für den Zusammenhalt des Landes zu behalten."

Tribune de Genève - Schweiz | 31.08.2006

Roma als Inbegriff eines globalisierten Volkes

Der Journalist Antoine Maurice setzt sich mit der Geschichte der Roma auseinander. "Ihre Lebensführung beruht auf einer sehr strukturierten Clan-Organisation, die Grenzen und Rechtssysteme überschreitet. Manche Charakteristika beschränken sie ebenso, wie ihr sozialer Status als Nomaden-Lumpensammler-Schrotthändler prekär ist. In der jetzigen Umbruchphase in Europa, die gleichzeitig von einem historischen Zusammenschluss und entwurzelnder Globalisierung bestimmt wird, steht das Volk der Reisenden für das Archaische und das absolut Moderne der europäischen Kultur zugleich: Archaisch im Sinne ihrer Abgrenzung als Minderheit am Rande. Gleichzeitig leben die Zigeuner in der Musik, in den Sprachen, Kulturen und Religionen Europas. Ohne die Sehnsucht nach einem eigenen Staat sind sie als echte Globalisierte Teil verschiedener Kulturen ohne jemals ihre Zigeuner-Identität zu verlieren."

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