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McGurk, Tom
Irish poet, journalist and broadcaster.
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Weniger Zustimmung zum EU-Vertrag in Irland
In Irland ist nach einer Umfrage der Sunday Business Post die Zustimmung zum Vertrag von Lissabon auf 35 Prozent gesunken. Im Februar waren es noch 43 Prozent. Die Iren stimmen am 12. Juni in einem Referendum über den Vertrag ab. Tom McGurk beschwert sich über die Kompliziertheit des Vertragstextes. "Es ist wie ein europäisches Déja vu. Wir stehen wieder einmal vor einer bahnbrechenden politischen Entscheidung, die unsere Demokratie für die kommenden Generationen festschreiben wird... Wieder einmal sind wir dazu aufgerufen, denen zu vertrauen, die offenbar alles besser wissen als wir - die politische Klasse und die 'Eurokraten'. Die Argumente gehen hin und her: Hoffentlich erwähnt niemand das Wort 'EU-Verfassung'... Der Vertrag von Lissabon ist der kleinste gemeinsame Nenner von mehr als 20 Regierungen, die alle gleichzeitig zwei entgegengesetze Dinge wollen: Eine neue Regierungsstruktur für Europa schaffen und zur gleichen Zeit sich selbst politisch den Rücken stärken... Ist es bei so vielen Köchen ein Wunder, dass diese Suppe seltsam schmeckt?"
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Warum Immigration in Irland kein Thema ist
Das Wirtschaftsmagazin fragt, warum so wenig über Immigration gesprochen wird, obwohl sie das Leben in Irland sehr verändert. "Nach vierzig Jahren droht in Irland Einwanderung nun ein Grund zur Sorge zu werden. In nur einer Dekade hat das Land sein größtes Bevölkerungswachstum der jüngeren Geschichte erlebt. Meinungsumfragen in Großbritannien zeigen, dass die Befürchtungen nicht xenophob oder rassistisch motiviert sind, sondern die Belastung für die öffentlichen Dienste und sozialen Netzwerke betreffen, die Immigration mit sich bringt... Angesichts der hohen Anzahl der Hinzugekommenen und der damit einhergehenden Veränderungen gab es bemerkenswert wenig Debatten zu diesem Thema im Parlament. Gibt es unterschiedliche Meinungen in unseren Parteien zu diesem Thema? Und wenn nicht, warum? Die Antwort ist natürlich, dass unsere Repräsentanten Angst haben, als Rassisten gebrandmarkt zu werden."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Migration, » Integration, » Irland
Enttäuschung über die irische Fluggesellschaft Aer Lingus
Die irische Fluggesellschaft Aer Lingus hat ihre wichtigsten Flüge vom Flughafen in Shannon im Osten des Landes in die nordirische Hauptstadt Belfast verlegt. Tom McGurk ist entsetzt: "Es ist interessant, wie sehr die Ereignisse dieser Woche mit dem zusammenhängen, was Aer Lingus für uns bedeutet hat. Als ein Inselvolk, das über zahllose Generationen hinweg unter Exil und Auswanderung gelitten hat, hat Reisen immer mehr als nur die Fahrt von A nach B bedeutet... Aer Lingus ist nie eine Fluggesellschaft wie jede andere gewesen. In vielerlei Hinsicht war sie unsere Antwort auf eine enorme kulturelle und historische Bürde, unser Versuch, im 20. Jahrhundert unsere Vergangenheit zu verbessern... Deshalb sind die Verwirrung, der Ärger und das tiefe Gefühl des Verrats im Südwesten diese Woche verständlich und waren zu erwarten. Auf bittere Weise scheint das Volk noch lernen zu müssen, dass Aer Lingus [bis 2005 staatlich] nicht mehr 'unsere' Fluggesellschaft ist... Ihr geht es nur um Investitionen und die Aktionäre."
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Tom McGurk über Meinungsumfragen und Demokratie
Anlässlich der nächsten Wahlen in Irland denkt Tom McGurk über die Auswirkungen der permanenten Meinungsumfragen und Stimmungsbilder nach. Diese werden zunehmend ein Mittel, Politiker darüber zu informieren, was sie einer Gesellschaft vorschlagen können, die ihrerseits von den Medien stark beeinflusst ist. "Das Problem... ist der Begriff 'Was die Wählerschaft will'. Demokratische Wahl setzt demokratische Information voraus: Demokratie lebt davon, dass die Bürger erfahren können, was in der Gesellschaft vor sich geht. Zunehmend wird dieses Wissen allerdings durch ein Medium gefiltert, das selbst integraler Bestandteil eines Gewinn-Verlust-Systems ist und lediglich eine andere Form des Marketings. Gibt es anstelle von Inforamationen nur noch Infotainment - zum Schaden der Demokratie? Sind wir an dem Punkt angekommen, an dem die Demokratie untergeht, weil die Presse nicht mehr auf die Politik reagiert, sondern die Politik auf die Presse?"
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