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Miauton, Marie-Hélène
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Marie-Helène Miauton über die Olympischen Spiele als Medienritual
Marie-Hélène Miauton, Direktorin eines Schweizer Meinungsforschungsinstituts, glaubt nicht an die Boykottdrohungen für die Olympischen Spiele in Peking. "Das Hochamt der Olympischen Spiele hat seine festen Abläufe, echte Medienrituale, die Punkt für Punkt eingehalten werden müssen... Immer wenn das Ereignis unmittelbar bevorsteht, tauchen kritische Kommentare auf. Im aktuellen Fall sind es Themen wie die Umweltverschmutzung, - was ohnehin gerade in Mode ist - die Zerstörung historischer Stadtviertel und natürlich politische Vorbehalte. Diese Aufwallungen im Vorfeld haben die Karthasis zum Ziel. Führen sie doch dazu, dass diese störenden Fragen während der heiligen Zeit der Spiele ausbleiben. Dann werden nur noch Rekorde auf den Titelseiten der Zeitungen vermeldet. Und sind die Klänge der Abschlussfeier erst einmal verklungen und die Medaillenbilanz für jede Nation errechnet, tauchen die Fragen nach dem Geld wieder auf... Wir müssen uns nicht verrückt machen, wir liegen genau in der Zeit: Weder die Eröffnungszeremonie noch die Olympischen Spiele selber werden boykottiert werden."
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Kritik an französischer Straßendemokratie
"Was wäre in der Schweiz passiert, wenn die Regierung ein Gesetz wie das zum Erstanstellungsvertrag (CPE) [in Frankreich] den zuständigen Parlamentsgremien zur Zustimmung vorgelegt hätte?, fragt Marie-Hélène Miauton, Leiterin des schweizerischen Meinungsinstituts MIS Trend. "Die Gegner hätten sofort ein Referendum initiiert, über das die Medien viel berichtet hätten... Das Volk hätte so von einem besseren Informationsniveau profitiert, ebenso hätte es Zeit zu einer gründlichen Vorbereitung gewonnen, bevor es an den Urnen das endgültige Schicksal des CPE entschieden hätte. In derselben Situation träumt nun Frankreich von einem 68er Mai im März und bietet auf dem Platz Denfert-Rochereau ein bürgerliches Remake der Herbst-Aufstände in den Banlieues. Es gibt also einen absoluten Gegensatz zwischen unserem rationellen und beherrschten Vorgehen und dieser absurden Straßendemokratie. Darauf können wir stolz sein."
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