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Mitrofanov, Alexandr


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Právo - Tschechien | 19.05.2011

Unbeliebter Klaus hält sich Premier

Dem tschechischen Präsidenten Václav Klaus vertrauen nach einer repräsentativen Umfrage der Agentur Stem nur noch 47 Prozent seiner Landsleute. Das ist der niedrigste Wert seit seinem Amtsantritt 2003. Die linke Tageszeitung Právo sucht nach Gründen: "Der Anteil der Leute, die Klaus schon immer und unter allen Umständen ablehnten, steigt nicht. Die Zahl derer, die jetzt den Daumen nach unten senkten, stieg sicher auch nicht wegen der jüngsten Aussagen seines Vizekanzlers, der Osama Bin Laden für eine mediale Fiktion hält. Vielleicht lag es am Diebstahl eines Kugelschreibers in Chile, bei dem Klaus keine würdige Figur abgab? Es liegt wohl eher daran, dass Klaus mehr Leute als bisher dadurch erzürnt, dass er die derzeitige Regierung am Leben erhält und sich als ihr Super-Guru präsentiert. Diese Regierung, die wegen ihrer Absichten und ihres Erscheinungsbilds außerordentlich unbeliebt ist, wird derzeit allgemein als die Regierung Klaus wahrgenommen, in der der eigentliche Premier Petr Nečas bestenfalls als sein ausführendes Organ gilt."

Právo - Tschechien | 23.03.2011

Medwedjew fordert Putin heraus

Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew hat zum ersten Mal in einer wichtigen außenpolitischen Frage Premier Wladimir Putin widersprochen, als er dessen Wort vom "Kreuzzug" gegen Libyen zurückwies. Die linke Tageszeitung Právo mutmaßt, dass dahinter wahltaktisches Kalkül steht: "Wir sind Zeuge der bislang größten Auseinandersetzung innerhalb des Tandems, das die russische Föderation führt. Und dabei geht es nicht nur um ein Detail, das nur Experten interessiert. Russland steht vor Parlamentswahlen und im März 2012 wird ein neues Staatsoberhaupt gewählt - ein in dieser Präsidialrepublik entscheidender Augenblick. ... Russland ist nicht mehr der Staat, in dem alle zufrieden sind, weil der Verkauf von Öl und Gas einen wirtschaftlichen Aufschwung garantiert. Putin beginnt, außer Mode zu kommen. Die Leute aber, darunter die reichen Unternehmer mit Beziehungen zum Westen, die gern auf Medwedjew setzen würden, sind noch nicht sicher, ob er fähig genug ist. ... Wollte Medwedjew signalisieren, dass er die Präsidentschaftskandidatur ernst meint, wäre das eine Hoffnung für den Westen. Aber auch die Mehrheit der Russen muss das wollen."

Právo - Tschechien | 24.01.2010

Klaus missbraucht tschechischen Orden

Tschechiens Präsident Václav Klaus hat seinen polnischen Amtskollegen Lech Kaczyński mit dem höchsten Orden des Landes ausgezeichnet - für die ähnlich ablehnende Haltung des polnischen Präsidenten gegenüber dem EU-Reformvertrag von Lissabon. Die linke Tageszeitung Právo kritisiert, dass Klaus seine persönliche Auffassung über die Staatsräson gestellt habe: "Vor kurzem noch traten beide Präsidenten als die letzten Mohikaner gegen den Lissabon-Vetrag auf. Dann mussten sich beide doch damit versöhnen und das Dokument unterschreiben. Wenigstens stehen beide noch an der Spitze ihrer Staaten und haben die Möglichkeit, sich gegenseitig Orden zu widmen. Die Ausnutzung staatlicher Auszeichnungen für einen privaten politischen Kampf wirft aber zumindest Fragen auf."

Právo - Tschechien | 02.10.2009

Sagt Irland 'Ja', dann sehen alle nach Prag

Sollten die Iren bei ihrem zweiten Referendum 'Ja' zum Lissabon-Vertrag sagen, dann hänge dessen Zukunft einzig und allein noch an dem tschechischen Präsidenten Václav Klaus, der den Vertrag noch unterschreiben müsse, meint die linke Tageszeitung Právo: "Unter den Gegnern von Lissabon sind Leute von hoher Intelligenz, die sich zweifellos Sorgen um das Land machen. Nie aber legten sie eine Alternative dafür vor, die Tschechien - einem mittelgroßen Fisch - nach einer Ablehnung von Lissabon ... wenigstens ein gewisses Maß an Schutz vor außereuropäischen Haifischen bieten könnte. Václav Klaus ist seiner Sternstunde nahe. Sein Trotz gegen den Vertrag von Lissabon sichert ihm einen Platz in den Geschichtsbüchern - auch wenn die auf Russisch oder Chinesisch verfasst sind."

Právo - Tschechien | 15.10.2008

Keine EU-Flagge am Haus von Klaus

Die linke Tageszeitung Právo kritisiert Tschechiens Präsidenten Václav Klaus, weil er trotz der EU-Ratspräsidentschaft seines Landes 2009 die Europa-Flagge nicht auf seinem Amtssitz, der Prager Burg, wehen sehen will: "Niemand in Tschechien oder der EU, der Klaus kennt, dürfte von dessen Einstellung überrascht sein. Jeder weiß, dass Klaus seinen eigenen Kopf hat. Er setzt seinen Kampf gegen alles fort, was ihm missfällt. Diesmal gegen eine Fahne, die kein Symbol des Nationalstaates ist." Das Argument von Klaus, Tschechien sei auch Mitglied von Nato oder UNO, ohne deren Fahnen zu hissen, gelte nicht. "Mit beiden hat Klaus nie im Streit gelegen. Mit der EU aber führte er Krieg, führt Krieg und wird ihn immer führen. ... Freilich wurde Tschechien EU-Mitglied aufgrund einer Mehrheitsentscheidung der Tschechen in einem Referendum. Das ist der Unterschied zu unserer Mitgliedschaft in UNO oder Nato, der keine Volksabstimmungen vorausgingen. ... 'Mein Haus - meine Burg' ist ein hübscher Spruch. Aber die Prager Burg ist nicht das Haus von Klaus."

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