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Modoux, François


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Temps - Schweiz | 18.05.2009

Schweizer sagen Ja zum biometrischen Pass

Mit knapper Mehrheit haben die Schweizer in einer Volksabstimmung der Einführung von biometrischen Reisepässen zugestimmt. Zu der zögernden Zustimmung schreibt die Tageszeitung Le Temps: "Als Vielreisende hatten die Schweizer einen guten Grund, Ja zum biometrischen Pass zu sagen: dieses Verwaltungsdokument wird rasend schnell zum internationalen Standard. Doch gleichzeitig gab es für die Schweizer auch einen guten Grund, den biometrischen Pass abzulehnen. Sie wollen, und das ist legitim, ihre Privatsphäre schützen. Im Land des Bankgeheimnisses, wo man so viel auf den Schutz der Privatsphäre gibt, wollte der Staat doppelt beruhigen. Doch das ist ihm nicht gelungen. Die zufällige Mehrheit aus den Urnen segnet den biometrischen Pass ab, aber das Misstrauen der Schweizer ist zu groß, um nicht ernst genommen zu werden."

Le Temps - Schweiz | 29.04.2008

Die deutsch-schweizerischen Beziehungen

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel ist derzeit in der Schweiz. François Modoux fragt, wie es um die Beziehungen zwischen den beiden Ländern bestellt ist. "Es gibt immer mehr Streit und immer weniger Willen, ihn zu schlichten. Das Klima hat sich stetig verschlechtert... Merkels Deutschland nötigt Respekt ab. Es ist die neue Zentralmacht in Europa, stark aufgrund eines Marktes mit 80 Millionen Konsumenten, das Herzstück des erweiterten Europas. Es spielt in einer ganz anderen Liga als die Schweiz, die unbedingt als Solitär außerhalb der EU bleiben will... Von Berlin aus gesehen, wo man für eine Vertiefung der europäischen Integration ist, ist die Schweiz in erster Linie lästig. Aufgrund des Bankgeheimnisses entgehen dem deutschen Fiskus Steuern, die laxen schweizerischen Steuergesetze, die den Unternehmen entgegen kommen, werden von Deutschland als unfaire Konkurrenz wahrgenommen und der schweizerische Protektionismus verhindert den Austausch. Die Schweiz ist klein, vertritt aber ihre Interessen gegenüber der EU sehr effektiv - und ist ziemlich irritierend!"

Le Temps - Schweiz | 05.02.2007

Der Kampf gegen die globale Erwärmung

"Es ist schwer vorauszusagen, was der vierte Klimabericht im Auftrag der Vereinten Nationen ändern wird. Dagegen steht fest, dass es ein davor und ein danach geben wird", meint François Modoux nach der Veröffentlichung des Dokuments des Weltklimarats (IPCC). "Die internationale Wissenschaftsgemeinde weist den politischen Entscheidungsträgern im Westen eindeutig die Verantwortung zu. Jetzt geht es nicht mehr um eine wissenschaftliche Frage, sondern um eine politische. Wie werden die Gesellschaften sich verändern, um Treibhausgase zu verringern und so die Menschheit vor schädlicher Klimaerwärmung bewahren? Kaum war der Bericht in der Schweiz bekannt, haben politische Parteien auch schon Sondersitzungen zum Thema Klima und Energie einberufen. Die Gesten dieses Wochenendes sind rührend, da sie von Bewegungen oder Politikern kommen, die das Problem jahrelang geleugnet oder relativiert haben. Heute kann man den Kopf nicht mehr in den Sand stecken. Es ist unmöglich wegzuschauen: Die nachweisbare Klimaerwärmung schreit nach einer sofortigen Mobilisierung der Politiker und der Bürger."

Le Temps - Schweiz | 18.10.2006

Die französischen Sozialisten auf der Suche nach Legitimität

François Modoux bespricht eine Fernseh-Debatte, bei der drei sozialistische Anwärter auf den Posten des Präsidentschaftskandidaten aufeinander trafen. "Man kann über diese millimetergenau abgemessene und abgeriegelte Übung sicherlich lachen. Und man weiß um ihre Grenzen: Die breite Berichterstattung bringt die Kandidaten dazu, konsensfähige Argumente zu entwickeln. Trotzdem hat diese unerhörte Premiere, die einen weiteren Schritt in Richtung Meinungsdemokratie bedeutet, auch etwas Gutes angesichts des riesigen Abgrunds, der sich, insbesondere in Frankreich, zwischen der politischen Klasse und der öffentlichen Meinung auftut. Der Zwang, mit offenen Karten zu spielen und Transparenz zu beweisen, stärkt die Basisaktivisten und gibt der Diskussion – die ja die Würze der Demokratie ausmacht – wieder Sinn. Diese Bewährungsprobe ist sicher halsbrecherisch. Doch diejenige oder derjenige, die oder den die Sozialisten zu ihrem Hoffnungsträger bestimmen werden, wird aus ihr eine zusätzliche Legitimation beziehen."

Le Temps - Schweiz | 13.02.2006

Dänischer Nationalismus

Kommentator Francois Modoux meint, es sei "kein Zufall, dass die Affäre um die Mohammed-Karikaturen in Dänemark ihren Ausgangspunkt hatte. Nirgendwo anders in Europa wurde die Debatte um Ausländer heftiger geführt und die Einwanderungsgesetze so brutal verschärft. Selbst glühende Anhänger der Meinungsfreiheit verspüren ein Unbehagen. Denn im Grunde glauben sie, dass die dänischen Zeichnungen nicht mit Blick auf eine echte Debatte publiziert worden sind, sondern, dass sie von einem generellen Klima der Stigmatisierung und von fremdenfeindlicher und populistischer Propaganda gegenüber einer ethnischen Minderheit in Dänemark zeugen... Die Dänen fühlen sich von der Immigration überrollt, von der Globalisierung und der Integration in Europa bedrängt... Die Antworten auf die dänische Verunsicherung lautet Nationalismus und Herunterspielen von Xenophobie und Islamophobie."

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