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Monzó, Quim


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Vanguardia - Spanien | 02.03.2012

Prager "Corrupt Tours" nach Spanien importieren

In Prag werden Stadtführungen angeboten, in denen die dreistesten Korruptionsfälle des Landes erklärt werden. Spanien sollte die Geschäftsidee schleunigst importieren, rät der Journalist Quim Monzó in der liberalen Tageszeitung La Vanguardia: "Corrupt Tours, der Name des Reisebüros, macht klar, was es zu sehen gibt. Die Touristen lieben Prag und Corrupt Tours zeigt ihnen, dass es neben Karlsbrücke, Kafka-Haus und Brauereien noch andere interessante Dinge zu sehen gibt. Das fantastische Prag von Mauschelei und Geschacher. ... Der Erfolg ist so groß, dass die Touren inzwischen auch auf Deutsch und Englisch angeboten werden, Führungen auf Russisch, Italienisch und Japanisch sind in Planung. Wir dürfen jetzt keine Zeit verlieren. Ist unsere Korruption etwa nicht ebenso spektakulär? ... Wir verfügen hier über einen nationalen Reichtum, der sich nicht hinter dem der Tschechen verstecken muss, und bislang weiß ihn niemand auszubeuten. Vielleicht sind es am Ende die korrupten Politiker, die eine hiesige Corrupt Tour anbieten, um noch ein bisschen mehr Kohle aus ihren Schandtaten zu machen."

La Vanguardia - Spanien | 12.01.2012

Schluss mit Schwarzgeld für Spaniens Ärzte

In Spanien lassen sich immer mehr Kassenärzte ihre Operation bar bezahlen und stellen keine Rechnungen mehr aus, hat der Kolumnist Quim Monzó beobachtet und fordert in der liberalen Tageszeitung La Vanguardia die Behörden auf, den Ärzten auf den Zahn zu fühlen: "Es ist merkwürdig, dass das niemand untersucht, obwohl es eine gängige Praxis im öffentlichen Sektor ist. Sagt die Regierung nicht, dass sie in Zeiten leerer Staatskassen die Kontrollen gegen Steuerhinterziehung verstärken möchte? Dann sollte sie sich der faszinierenden Welt der Medizin zuwenden, und sie wird eine Überraschung erleben. Es gibt ja in allen Berufen Einzelne, die fragen, ob man mit oder ohne Mehrwertsteuer bezahlen möchte. Aber die Ärzte, von denen wir hier sprechen, lassen einem gar keine Wahl: Es wird schwarz bezahlt und basta. Sie haben es institutionalisiert: Für einen Stapel Geldscheine gibt es nicht mal eine Quittung. Wie bei den Dealern und Prostituierten auf der Straße verlässt man sich auf das Wort, um keine Spuren zu hinterlassen. Wenn das Finanzamt die Kontrollen ernst nehmen würde, fände es bei den Ärzten eine Goldgrube."

La Vanguardia - Spanien | 01.06.2010

Eurovision-Teilnehmer singen in schlechtem Englisch

Ein Großteil der Lieder beim Eurovision Song Contest wurden auf Englisch vorgetragen. Der katalanische Schriftsteller Quim Monzó bedauert dies in der liberalen Tageszeitung La Vanguardia: "Dass die Sprache Englisch zur Koine [altgriechische Gemeinsprache] unserer Epoche geworden ist, finde ich absolut in Ordnung. Aber ist es logisch, dass man bei einem Wettbewerb des europäischen Liedes kaum eine andere Sprache hört? Auch wenn es nur darum geht, mal zu erfahren, wie sie sich anhören? Ich nehme an, dass es sich nicht vermeiden lässt, und ich kann Ihnen versichern, dass es mir nicht den Schlaf rauben wird. Aber ich komme nicht umhin, mich darüber zu ärgern, dass die Vertreter der Fernsehgesellschaften aus Norwegen, Russland, Schweden, Litauen, Georgien, Kroatien, Österreich, Lettland, Türkei, Albanien und Estland alle in einem schlechten Englisch singen."

La Vanguardia - Spanien | 10.10.2007

Quim Monzó über die Bedeutung des Katalanischen für die europäische Kultur

Der katalanische Schriftsteller Quim Monzó hat am Dienstag mit einer Rede die Frankfurter Buchmesse eröffnet, deren Gastland in diesem Jahr Katalonien ist. "Im Laufe der Jahrhunderte war das Schicksal nicht gerade auf der Seite der katalanischen Literatur... Selbst wenn, wie bereits gesagt, die politischen Wechselfälle uns nicht gerade verwöhnt haben, ist die katalanische Kultur doch eindeutig eine der Grundfesten der europäischen Kultur. Keine Kultur ohne eigenen Staat in diesem Europa (das wir, wie es jetzt heißt, gemeinsam aufbauen) hat eine so solide, vielfältige und traditionsreiche Literatur wie die katalanische... Viele Leute haben von der Welt eine Vorstellung, die durch die aktuellen kulturpolitischen Kräfteverhältnisse geprägt ist," erklärt Monzo und erinnert daran, "dass einige der ersten europäischen Abhandlungen der Medizin, Ernährungslehre, Philosophie, Chirurgie oder Gastronomie auf katalanisch geschrieben wurden."

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