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Moretti, Nanni


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Repubblica - Italien | 11.04.2008

Droht eine dritte Runde Berlusconi?

Der italienische Regisseur Nanni Moretti spricht sich gegen Wahlenthaltung aus. Er will seine Stimme der Demokratischen Partei von Walter Veltroni geben. "Mir gefällt die Idee einer 'nützlichen Stimme' auch nicht. Ich persönlich habe keinen Zweifel, was ich wählen werde. Die Demokratische Partei ist das einzige Neue in der italienischen Politik, sie ist die letzte Chance, dass sich Italien nicht solchen Extremisten wie Berlusconi und Bossi ausgeliefert. Leider herrscht bei rechten wie linken Wählern eine große Versuchung vor, nicht zu wählen. Die Unentschiedenen sind unentschieden, weil sie desillusioniert, müde oder grundsätzlich unentschieden sind. Die Enttäuschung über die Mitte-Links Regierung [Romano Prodis] ist spürbar, aber sie sollte nicht über die wirkliche politische, kulturelle und ethische Kluft hinwegtäuschen, die zwischen den Mitte-Links Politikern und den italienischen Rechten besteht."

L'Express - Frankreich | 22.05.2006

'Der Kaiman' und die politischen Trümmer Italiens

Der Film "Der Kaiman", eine Anklage gegen Silvio Berlusconi, wird beim Festival in Cannes gezeigt. Der Regisseur Nanni Moretti erläutert in einem Interview mit Vanja Luksic die politische Tragweite des Films. "'Der Kaiman' lässt die symbolischen Trümmer Italiens hinter sich. Ich bin nicht imstande über wirtschaftliche Belange zu sprechen, aber ich weiß, dass Silvio Berlusconi in ethischer, institutioneller, verfassungsrechtlicher, kultureller und psychologischer Hinsicht nur Ruinen hinterlassen hat. Und ein zweigeteiltes Land. In jedem demokratischen System teilen die Koalitionen, die gegeneinander antreten, gewisse Werte. Progressive und Konservative haben unterschiedliche Programme und Gesellschaftsentwürfe, aber es gibt immer ein gemeinsames Erbe. In Italien gibt es das seit zwölf Jahren nicht mehr. Den beiden Wählergruppen gelingt es nicht mehr, miteinander zu reden. Die Gegner sind Feinde geworden. Das ist sehr bedenklich".

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