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Nicolae, Caterina
In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Krise könnte Rumänen heimkehren lassen
Spanische und italienische Gewerkschaften schätzen, dass in wenigen Monaten bis zu 500.000 rumänische Arbeiter in ihre Heimat zurückkehren werden. Das könne eine Chance für Rumänien sein, meint die Tageszeitung Gandul. "In einem anderen Land nach Arbeit zu suchen, ist chancenlos: die Krise hat ganz Europa getroffen … Die einzige Lösung ist, nach Hause zurückzukehren. … Wenn man auf dem Land lebt, muss man keine Angst davor haben, Hunger zu leiden, egal wie viel Hektar man besitzt – ein Huhn, eine Kartoffel, eine Tomate wird man da immer haben. … Und wie schlimm die Krise auch enden wird, ein paar Arbeitsplätze werden bleiben. Seit einem Jahr, in dem es an Arbeitskräften mangelte, haben die Unternehmer nicht darüber gemurrt, dass die Gehälter wachsen und dass Rumänien die guten Arbeitskräfte ausgehen, sondern über die Tatsache, dass sie keine Spezialisten und qualifizierten Arbeitskräfte finden. Der Druck der Rückkehrer könnte einen positiven Effekt haben: Die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt wird zu mehr Produktivität führen."
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Volk der Frührentner
"Die Höhe der rumänischen Renten ist peinlich im EU-Vergleich", schreibt die Tageszeitung Gândul. Das könne man schon sehen, sobald man die Grenze zu Westeuropa passiert: "Frisierte Alte in neuen Anzügen, Rentnerpaare, die im Cabrio spazieren fahren. In Spanien sind die Renten viermal höher, in Belgien sechsmal, in Luxemburg zehnmal im Vergleich zur rumänischen Durchschnittsrente (von rund 140 Euro). ... In Europa gibt es die Idee, das Renteneintrittsalter zu erhöhen, bei uns ist die Gesetzgebung so konzipiert, dass sie die Altersgrenze eher sinken statt steigen lässt. ... Nirgendwo auf der Welt, hat das höhere Rentenalter zu Sympathiewellen geführt, aber bei uns verlieren die Politiker nicht ein einziges Wort darüber. Dass die Erhöhung aber dringend umgesetzt werden müsste, zeigt eine landesweite staatliche Studie, in der das Ende der Frührente gefordert wird. Nicht, weil die Leute schreckliche Lust auf ein längeres Arbeitsleben hätten, sondern auf der Grundlage der Tatsache, dass die staatlichen Renten in Rumänien in zehn bis zwanzig Jahren nur noch zum Verhungern ausreichen werden."
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Rumänien sucht Arbeitskräfte
In Rumänien herrscht Arbeitskräftemangel. Caterina Nicolae berichtet: "In der Baubranche können 58 Prozent der Arbeitsplätze nicht besetzt werden, im Tourismus 49 Prozent. Ist in einer Kleinstadt ein öffentliches Amt ausgeschrieben, wird die Jury alt, bis sich ein Kandidat bewirbt. Allen ist klar, dass Arbeitskräfte – ob Akademiker oder Geringqualifizierte – ein rares Gut sind... 1989 gab es acht Millionen Arbeitskräfte, heute sind noch fünf Millionen im Land, drei Millionen sind ausgewandert. Die Arbeitgeber brennen förmlich auf Arbeitnehmer. Das Lohnoptimum, das den Arbeitskräftemangel aufheben könnte, wurde nun ausgerechnet: Es sind 500 bis 800 Euro, die Hälfte eines Westgehalts."
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Streiks im Zeitalter der Globalisierung
Im rumänischen Dacia-Konzern, der zur französischen Renault-Gruppe gehört, wird seit Sonntag gestreikt. Die 13.000 Angestellten wollen an den wachsenden Gewinnen des Unternehmens beteiligt werden und fordern 65 Prozent mehr Lohn. Caterina Nicolae kommentiert: "Die monatliche Lohnforderung – 550 Lei [150 Euro] – ist die höchste, die in den vergangenen Jahren in Rumänien gestellt wurde. Aus den Erfahrungen bei Dacia werden wahrscheinlich die Arbeiter bei Ford, Nokia und anderen multinationalen Firmen, die bei uns Produktionsstätten eröffnen wollen, lernen. Allerdings werden die multinationalen Firmen nur so lange in Rumänien bleiben, wie sich die Löhne nicht negativ auf ihre Bilanz auswirken. Wenn die Gehälter sich denen im Westen angleichen, werden die Firmen in ärmere Länder weiterziehen, dann praktizieren die Multis 'Karawanenkapitalismus'. Deshalb gibt es nur eine Lösung für die reicheren Franzosen und die ärmeren Rumänen: 'Gewerkschaften aller Länder vereinigt Euch!'"
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Rumänen wollen mehr verdienen
Caterina Nicolae fragt, wieviel die Rumänen 2008 verdienen werden: "Der Durchschnittslohn lag im Oktober 2007 bei rund 450 Euro, doch von den 4,7 Millionen Arbeitnehmern in Rumänien erhalten nicht einmal 14 Prozent das Durchschnittsgehalt. Klar gibt es Glückliche, die mehr verdienen, im Finanzwesen, in der öffentlichen Verwaltung oder in der Armee. Viele, die mit umgerechnet 270 Euro deutlich unter dem Durchschnittslohn liegen, arbeiten in der Hotel- und Restaurantbranche, in den Textilfabriken oder der Landwirtschaft... Doch mit dem EU-Beitritt haben die Rumänen nicht nur westliche Preise, sondern auch westliche Gehaltsvorstellungen kennengelernt. So mancher, der noch nicht ausgewandert ist, sagt inzwischen klar, was er für seine Qualifikation haben will, um Miete oder Einkäufe zahlen zu können. Daraus ergibt sich die Frage, wo er sein Geld verdienen wird – in Rumänien oder im Ausland?"
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