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Nielsen, Peter
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Orhan Pamuk - die Stimme der anderen Türkei
Feuilleton-Chef Peter Nielsen findet, die Vergabe des Literatur-Nobelpreises an Pamuk sei ein politisches Signal: "Die Türkei befindet sich mitten in einer sehr schwierigen Annäherung an den Westen, muss aber gleichzeitig das eigene kulturelle Erbe verwalten. Pamuk repräsentiert in gewisser Weise all das, was der Türkei zu schnell geht. In Europa wird Pamuk als der Türke wahrgenommen, der einen kritischen Blick auf das eigene Land wirft. Er war der erste Schriftsteller in der muslimischen Welt, der die Fatwa gegen Salman Rushdie verurteilte und sich für uneingeschränkte Meinungsfreiheit einsetzte. In der Türkei hingegen wird er als Europäer gesehen, der sich kritisch mit den inneren Angelegenheiten der Nation auseinandersetzt. Einige nennen ihn Nestbeschmutzer. Für ein Land ist es nicht immer einfach, den richtigen Ton zu treffen, wenn einer seiner unpopulären Repräsentanten den wichtigsten Literaturpreis der Welt erhält. Die große Frage ist deshalb, wie die Türkei reagieren wird."
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Peter Nielsen über das Kriegsende und die Freiheit
Am 5. Mai 1945 wurde Dänemark von der deutschen Besatzung befreit. Die Erinnerung an diese Zeit rückt immer mehr in den Hintergrund, bedauert Feuilletonchef Peter Nielsen, dessen Zeitung aus dem Widerstand stammt: "Die Ereignisse zwischen 1940 und 1945 sind so markant für das Verständnis von uns Dänen und unserer Mentalität. Es ist keine Übertreibung zu behaupten, dass der dänische Charakter in dieser traumatischen Periode geformt wurde. Außerdem vermitteln Berichte aus jener Zeit etwas davon, dass damals wie heute die Gegenwart aus vielen Paradoxa und Dilemmata besteht. Und dass Freiheit nicht etwas Gegebenes ist, sondern dass man stets dafür kämpfen muss. Auch heute!... Der Weg von der Freiheit zur Unfreiheit ist kürzer, als man in den wohlgenährten Gesellschaften Dänemarks und Westeuropas anno 2006 denkt."
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