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Nikitin, Nikolaj
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Erfolg des rumänischen Kinos in Cannes
Nikolaj Nikitin, Filmexperte für Osteuropa, meint, dass man durchaus von einer rumänischen "Nouvelle vague" reden könne. Er erläutert im Gespräch mit Ekkehard Knörer, was die neuen Filme der "Bukarester Schule", zu der neben Festivalsieger Cristian Mungiu auch Cristi Puiu, Corneliu Porumboiu oder Cristian Nemescu zählen, ästhetisch verbindet: "Das ist natürlich vom US-kommerziellen Kino sehr weit entfernt - eher in der Nähe zu John Cassavetes, zum frühen Godard oder dem dokumentarischen Cinema Vérité zu verorten. Die DarstellerInnen sind dabei sehr wichtig, vor allem weil die Kamera immer ganz nah an ihnen dran ist. Überhaupt ist für die ästhetische Qualität der Filme gerade die Kameraarbeit sehr wichtig; Oleg Mutu, der auch der Kameramann von 'Death of Mr. Lazarescu' [von Cristi Puiu] war, hat in '4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage' fast alles aus der Hand gefilmt. So entstehen sehr unmittelbare und lange nachwirkende Bilder."
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Neue Sprache des osteuropäischen Kinos
Anlässlich des Festivals des osteuropäischen Films Go East in Wiesbaden erinnert Nikolaj Nikitin, Mitglied der Auswahlkommission des Festivals, im Gespräch mit Volker Mazassek an die schlechten Produktionsbedingungen, die Filmemacher in Osteuropa haben - sie seien dringend auf technische und finanzielle Hilfe aus dem Westen angewiesen. Außerdem, meint Nikitin, zeige sich eine neue Filmsprache junger osteuropäischer Regisseure: "Früher waren die Filme vieler Autorenfilmer eher unzugänglich für den am westlichen Kino geschulten Betrachter. Oder die Regisseure mussten sich unter den alten Regimen in historische Themen retten, weil die Zensur zu stark war. Aber nicht die Filmsprache macht den Unterschied. Die große Stärke der osteuropäischen Regisseure sind die Themen, die die Zuschauer bewegen. Denken Sie an Grbavica, der die Massen-Vergewaltigungen von Frauen im Krieg thematisiert, und daran, was der Festivalerfolg des Films [der Goldene Bär bei der Berlinale 2006] politisch ausgelöst hat. Das hat seit Jahren kein Politiker geschafft."
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