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Niquet, Valérie


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Figaro - Frankreich | 22.04.2008

Spannungen zwischen Frankreich und China

Auch in anderen Ländern gab es Demonstrationen gegen die olympischen Fackelläufe, doch die Beziehungen zwischen Frankreich und China seien besonders angespannt, meint Valérie Niquet vom französischen Institut für internationale Beziehungen IFRI. "Jenseits der Olympischen Spiele geht es durchaus um Politik und Strategie. In diesem Kampf braucht China entgegenkommende Verbündete. Wenn es sieht, dass Frankreich die vereinbarte Rolle als 'Freund Chinas' anlegt, dann fühlt es sich wie ein hintergangener Liebhaber und behandelt Frankreich schlechter als Deutschland, Großbritannien oder die USA... Frankreich steht bald für sechs Monate an der Spitze Europas und sein 'schlechtes Beispiel' könnte Schule machen. Unter diesen Umständen Druck auszuüben, ist für China auch ein Mittel der 'Vorbeugung' gegen jeden Versuch Frankreichs, Entschlossenheit zu demonstrieren... Frankreich ist ein schwaches Glied in der Kette. Die Wankelmütigkeit des französischen Präsidenten gibt China Hoffnung, dass es wieder zu einem Stimmungsumschwung kommt, wenn man nur den Druck erhöht."

Le Figaro - Frankreich | 26.11.2007

China hofft auf französische Unterstützung

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy ist derzeit auf Staatsbesuch in China. Asienexpertin Valerie Niquet vom französischen Institut für internationale Beziehungen (Ifri) erläutert, welche Erwartungen die chinesische Regierung daran knüpft. "Die chinesische Führungsriege empfindet in Europa das deutsche Beispiel als katastrophal. Lange hat Deutschland mit Frankreich die chinesischen Interessen in Europa vertreten. Nun hat die deutsche Kanzlerin – wie vor ihr die USA, Kanada und Japan - den Dalai Lama empfangen. Eine offene Provokation Chinas... Frankreich übernimmt 2008 die EU-Ratspräsidentschaft, und Peking hofft, dass Frankreich die chinesischen Interessen in zwei Schlüsselbereichen vertreten kann: Bei der Aufhebung des Waffenembargos, weil China nicht auf Rüstungsgeschäfte verzichten will, und bei der Zuerkennung des Status einer Marktwirtschaft [den die EU China 2004 verweigerte]."

Le Nouvel Observateur - Frankreich | 28.09.2007

Wie kann man den Birmanern helfen?

Sarah Halifa-Legrand hat die Asienexpertin Valérie Niquet über die Nützlichkeit von Sanktionen gegen Birma befragt: "In einer ersten Erklärung verlangte Sarkozy einen Rückzug französischer Investitionen aus Birma. Eine kühne, aber naive und kaum umsetzbare Forderung, die vor allem Total betraf. Vermutlich wollte er damit die Gefühle der wegen Birma empörten Franzosen besänftigen... Maßnahmen wie Sanktionen, der Rückzug von Investitionen, also die ganze Strategie, ein Regime zu isolieren, sind nicht neu, und man sieht, was sie bringen: Sie haben China den Weg geebnet. Die Großmacht China ist auf den freien Platz nachgerückt und viel weniger zimperlich, was Menschenrechte angeht... Kurz: Die neuen Sanktionen werden nichts bewirken, solange China nicht eingreift."

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