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Oanta, Daniel


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Voxpublica - Rumänien | 01.12.2011

Österreichs Banken sind nicht unfair zu Rumänen

Rumäniens Präsident Traian Băsescu hat scharfe Kritik am jüngsten Beschluss österreichischer Banken geübt, die Kreditvergabe ihrer Tochter-Filialen in Osteuropa einzuschränken. Erst hätten sie Riesengewinne gemacht, und in der Krise drosselten sie nun unfairerweise die Kredite. Doch nur in einem Punkt hat Băsescu Recht, meint Daniel Oanta im Blogportal Voxpublica: "Der Präsident hat eine Binsenweisheit bestätigt, nämlich dass Rumänien von ausländischem Geld abhängig ist. Das hat einen einfachen Grund: Die einheimische Sparquote allein reicht für Wirtschaftswachstum nicht aus. Die Folge des EU-Beitritts war ein überhitztes Wachstum, dass zu einem großen makro-ökonomischen Ungleichgewicht geführt hat. ... Hier haben wir es mit einer Art Teufelskreis zu tun. Erst wird der Zugang zu ausländischem Kapital erleichtert, was zu einem ungesunden Wirtschaftswachstum führt, weil es auf übermäßigem Konsum basiert. Und später muss dann so stark korrigiert werden, das Rezession und Wirtschaftsflaute folgen. Erst haben wir also unseren Motor mit Benzin versorgt und Vollgas gegeben, doch als es darum ging normal zu fahren, haben wir ein Fiasko erlebt."

Voxpublica - Rumänien | 18.11.2010

Schwarzes Loch EU

Gescheiterte EU-Haushaltsverhandlungen, hoch verschuldete Mitgliedstaaten und ein gefährdeter Euro - der frühere Glanz der Europäischen Union ist verblasst, meint das Blogportal Voxpublica: "Die EU mit ihrem berühmten Slogan 'Einheit in Vielfalt' ist heute wie ein Haus, in dem jeder Bewohner nach seinem Gutdünken handelt. Das einzige, was die Leute noch zusammenhält, ist der Mangel an einer Alternative - man weiß nicht wohin sonst. Mehr noch, alle schulden sich gegenseitig riesige Summen, die aber nur in der Buchhaltung stehen. Jeder Bewohner schien die Regeln einzuhalten, wonach alle ihren Krimskrams schön geordnet in den Schrank verstauen und lediglich drei Prozent herausquellen durften. Diese Zeiten sind längst vorbei, denn jeder hat geschummelt und alle schauten nachsichtig zu. ... Vor kurzem war die Eurozone noch ein erlesener Club mit einem wohlschmeckenden Menü und Dresscode, doch jetzt ähnelt er immer mehr einer ziemlich üblen Kneipe. ... Die EU ist heute kein junger Stern mehr, sondern implodiert und verwandelt sich in ein schwarzes Loch. Wir können es weder verlassen noch außen vor bleiben."

Cotidianul - Rumänien | 26.03.2009

Willkommen im osteuropäischen Schuldnerclub

Rumänien hat am Mittwoch ein Darlehen von insgesamt rund 20 Milliarden Euro aufgenommen, dessen größter Teil mit 13 Milliarden vom Internationalen Währungsfonds kommt. Die Tageszeitung Cotidianul schreibt über die Sorglosigkeit der Regierung angesichts des riesigen Schuldenbergs: "Wir sind nicht mehr alleine, wir sind dem exklusiven Schuldnerklub in diesem Teil Europas beigetreten. Und es kommt noch besser: Gegen Mai, sagt [der rumänische Präsident] Herr [Trajan] Băsescu, wird der Leu mitten in der Krise einen Höhepunkt seiner Glorie erreichen, nachdem uns die erste Kreditrate überwiesen worden ist. ... Das Memorandum des IWF wird jetzt zur Bibel der Exekutive. Sobald wir den Inhalt kennen, werden die Regierungsentscheidungen der kommenden zwei Jahre keine große Überraschung darstellen. Wirtschaftlich gesehen kann die Öffentlichkeit die Effizienz und Opportunität des Kredits an zwei Indikatoren ablesen - Kursstabilität und Belebung des Kreditgeschäfts. Werden die Erwartungen nicht erfüllt, war's ein mieser Deal."

Cotidianul - Rumänien | 19.11.2008

Einheimische Produkte kaufen

Der rumänische Staatschef Traian Basescu will von seinem deutschen Volkswagen Golf auf einen in Rumänien produzierten Dacia umsteigen und ruft seine Landsleute zum Kauf einheimischer Produkte auf, um der Rezession entgegenzuwirken. Die Zeitung Cotidianul meint. "Traian Basescu hat Recht. Die Kollateralschäden, die derzeit in der einheimischen Industrie zu spüren sind, stammen nicht aus Rumänien, sie werden durch Importe erzeugt. Unter diesen Bedingungen sind die Staatshilfen, damit Unternehmen weiter produzieren können, nicht nur vernünftig, sie sind obligatorisch. ... Sicher ist auch, dass für eine unbestimmte Zeit das Modell eines Wirtschaftswachstums, das auf Konsum, Schulden und Importen basiert, nicht mehr funktionieren wird. Um die negativen Effekte der globalen Krise zu minimieren, muss Rumänien seine Abhängigkeit von ausländischen Finanzierungen verkleinern, indem es Importe reduziert. ... Bis dahin, kauft soviel wie möglich rumänische Produkte, wie auch Basescu sagt. Das ist zwar noch nicht alles, aber es hilft schon."

Cotidianul - Rumänien | 27.05.2008

Wachsender Ölpreis als reine Spekulation?

Über die Preisspekulationen auf dem internationalen Erdölmarkt schreibt Daniel Oanta: "Rumänien hat eigene Erdölreserven im Wert von rund 45 Milliarden Euro – es könnte den Erdölschock mit Leichtigkeit nehmen und sollte sich keinesfalls von den internationalen Treibstoffpreisen leiten lassen. ... Denn die Folgen der galoppierenden Entwicklung des Rohstoffpreises werden in einen gefühlten generellen Preisanstieg führen, der mit einer Verteuerung der Lebensmittel und einer Abwertung der Landeswährung Lei einhergehen wird. Das wirkt sich auch aufs Wirtschaftswachstum aus. ... Außerdem hat der wachsende Ölpreis eine stark spekulative Komponente. Der Markt wurde durch Milliarden Euro aufgeheizt und nun versuchen jene Spekulanten, die falsch gesetzt haben, dem Schaden auf dem Erdölmarkt zu entkommen. Der neue Preis hat nichts mit der Nachfrage zu tun. Auf dem Markt gibt es genügend Erdöl, es existiert keine Krise, auch sind die Reserven völlig ausreichend."

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