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Plenel, Edwy


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Mediapart.fr - Frankreich | 11.03.2010

Rechte Regierung im Dauerstillstand

Das rechte Lager in Frankreich hat seine Wähler enttäuscht, schreibt die Online-Zeitung Mediapart mit Blick auf die schlechten Umfragewerte der Regierungspartei UMP: "Nach der Hälfte der Legislaturperiode verharrt Sarkozys Präsidentschaft - eine Mischung aus gewollter Allgegenwart und erfüllter Allmacht - in einem Dauerstillstand. Die Mechanik klemmt und der Mechaniker selbst scheint verstört oder überfordert zu sein. ... Die Phase endet diesen Monat mit den zwei Durchgängen der Regionalwahlen und trennt die Machthaber von ihrer eigenen Wählerschaft. Die Rechtsparteien sind voller Zweifel und verstecken das nicht länger. Der erniedrigte und gebeutelte Ministerpräsident François Fillon wird nun als Präsidentschaftskandidat gehandelt. ... Eines steht jedoch außer Frage: Auch wenn die Linksparteien Frankreichs davon an den Urnen profitieren können, sie haben nichts beigetragen zur wachsenden Unbeliebtheit der Rechten."

Le Soir - Belgien | 25.04.2008

Césaires Werk als Kompass für die Gegenwart

Die Botschaft des verstorbenen Aimé Césaire ist noch heute gültig, meint Edwy Plenel. "Césaire, das bedeutet in erster Linie die Revolte des Universellen gegen den Westen, der das Universelle verrät. Gegen ein Europa, das sich selbst betrügt. Gegen eine Zivilisation, die zur Barbarei wird. Gegen eine Kultur, die sich selbst entehrt... Wenn man heute Césaire liest, dann kann man ermessen, wie aktuell seine Ablehnung des Kolonialismus ist - wie ein Kompass in unseren sorgenvollen und unsicheren Zeiten. Damals ging es um Humanismus, Universalismus und die Sorge um die Welt. Heute immer noch... Wenn seine Worte nichts von ihrer Kraft verloren haben, dann weil sie in unserer Gegenwart ein Echo haben: vom Irak über den Nahen Osten bis hin nach Afghanistan, in diesem neuen zivilisatorischen Kreuzzug, dessen Kern die nordamerikanische Banalisierung und Offizialisierung der Folter ist."

Le Soir - Belgien | 28.03.2008

Edwy Plenel fürchtet einen Religionskrieg

Der französische Journalist Edwy Plenel grenzt sich gegen radikale Islamkritiker wie den zum Katholizismus konvertierten italienischen Journalisten Magdi Allam oder den niederländischen Abgeordneten Geert Wilders ab. "Die weltweite Verdammung des Islam an sich – nicht etwa der politischen Gewaltakte, die von Minderheiten begangen werden und wofür diese sich dann rühmen – ist nicht weniger zu verurteilen als eine solche Haltung gegenüber anderen großen Religionen. Jede monotheistische Religion hatte Hardliner, Inquisitoren und Sektierer... Durch die andauernden Provokationen, die die Extremisten im feindlichen Lager nur ermutigen, nistet sich Hass gegenüber denjenigen ein, die diese Religion praktizieren: die europäischen Muslime, unsere Mitbürger. Osama bin Laden hätte endgültig gesiegt, wenn unser jüdisch-christlich geprägter Westen ihm immer ähnlicher würde und einen entsprechenden Hass entwickeln würde, bei dem der muslimische Andere, auf seine religiöse Identität reduziert, der Erzfeind wäre."

Le Soir - Belgien | 04.05.2007

Beginnt in Frankreich eine neue Ära?

Für Edwy Plenel trägt Ségolène Royal in jedem Fall den Sieg davon: "Vielleicht wird sie am Abend des 6. Mai nicht die Präsidentin der französischen Republik sein. Aber sie hat bewiesen, dass sie es sein könnte, dass sie das dafür notwendige Format und die Kompetenz, den Charakter und die Würde, die Bodenständigkeit und den Weitblick besitzt... Um sich durchzusetzen, muss man stark und stolz sein, aber es stört die anderen, wenn man sich diese Freiheit nimmt. Egal wie die Wahlen am Sonntag ausgehen, Ségolène Royal hat sich diese Freiheit genommen. Anders als ihre Kritiker behaupten, hat sie sich nicht von den Ihren losgesagt, ihre Prinzipien aufgegeben oder ihr Fähnchen nach dem Winde gehängt. Ihre Reaktionen, ihre Schlagfertigkeit und ihre Wut belegen es: Sie ist ganz unsentimental links."

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