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Podgorska, Joanna


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Polityka Online - Polen | 09.11.2011

Polens Politikerinnen setzen sich durch

Das polnische Parlament hat am Dienstag Ewa Kopacz von der liberal-konservativen Regierungspartei Bürgerplattform als erste Frau zur Parlamentspräsidentin gewählt. Mit Wanda Nowicka von der Bewegung Palikot als Stellvertreterin hat es eine weitere Frau ins Präsidium berufen. Aber die Ernennungen waren ein harter Kampf gegen konservative Kräfte, meint die Online-Ausgabe des linksliberalen Nachrichtenmagazins Polityka: "Wir haben zwei Frauen im Parlamentspräsidium. Das ist für Polen eine weitere kleine Revolution, doch das Ganze war nicht gerade leicht. Zuerst gab es die absurden Vorwürfe wegen der Smolensk-Katastrophe an die Adresse von Ewa Kopacz [von der nationalkonservativen Oppositionspartei PiS, dass sie nicht für eine korrekte Aufklärung gesorgt habe]. Doch das war erst das Vorspiel zu dem, was Wanda Nowicka erleben musste. ... Im ersten Durchgang ist sie durchgefallen, und zwar hauptsächlich wegen der Abgeordneten der Bürgerplattform. Wie sich die PiS verhalten würde, war vorhersehbar. ... Über das Ergebnis des zweiten Durchgangs hat dann erst die persönliche Intervention von Premier Donald Tusk entschieden."

Polityka Online - Polen | 11.10.2010

Polen verhindern Sexualerziehung

Sex ist für die jungen Polen eine Mischung aus Pornografie und Aberglauben wie etwa der Behauptung, beim ersten Geschlechtsverkehr sei man unfruchtbar. Das geht aus dem neuesten Bericht der privaten Aufklärungseinrichtung Grupa Edukatorów Seksualnych Ponton hervor. Schuld daran tragen Gesellschaft und Politik, meint die Onlineausgabe des Nachrichtenmagazins Polityka: "Der polnische Staat tut so, als ob die Jugend keinen Sex hat. Das hört sich nämlich moralisch richtig an, steht im Einklang mit den Werten und ist zudem irgendwie anständig. Deswegen sei eine Sexualerziehung der Jugend überflüssig. Es reicht aus, dass sie in der Kirche hört, dass man vor der Heirat nicht darf. Und den Rest erfährt man dann während des vorehelichen Unterrichts [einem gebührenpflichtigen obligatorischen Kurs über das Eheleben für polnische Paare, die kirchlich heiraten]. Und wenn sich ein verantwortungsvoller Teenager vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen will und um die Hilfe eines Gynäkologen bittet, dann schickt dieser ihn vorschriftsmäßig zu den Eltern zurück."

Polityka - Polen | 27.06.2007

Geschichte des jüdischen Lebens in Polen

Diese Woche wurde in Warschau der Grundstein für den Bau eines Museums der Geschichte der polnischen Juden gelegt - direkt neben dem Denkmal für den Aufstand im Warschauer Ghetto. Jerzy Halbersztadt, Gründungsdirektor des Museums, erklärt im Interview mit Joanna Podgorska, warum dieses Museum für Polen, ein Land, in dem vor dem Holocaust 3,5 Millionen Juden lebten, so wichtig ist. Ziel sei es nämlich, "dass ein Besuch im Museum weder nur der Besuch eines Polen ist, der die jüdische Geschichte kennenlernt, noch nur die eines jüdischen Touristen, der sieht, wie die Polen das jüdische Erbe präsentieren. Beide treffen sich hier. Sie können hier gegenseitig ihre Reaktionen beobachten. Das Museum kann die Beziehungen etwas entzaubern... Hier könnten sie [die jüdischen Besucher aus dem Ausland] sehen, dass der Staat Israel Wurzeln an der Weichsel hat, hier arbeitete über zwei Jahrhunderte das einzigartige jüdische Parlament, hier begann das säkulare jüdische Leben, hier entstand und entwickelte sich auch das Phänomen des Chassidismus."

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