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Pré, Raoul du
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Den Haag hilft nur noch Kompromiss
Die niederländische Minderheitsregierung steht vor dem Aus, nachdem der Rechtspopulist Geert Wilders am Samstag die Verhandlungen über ein Sparpaket von 14 Milliarden Euro platzen ließ. Angesichts der finanziellen Krise des Landes muss nun schnell ein Kompromiss her, meint die linksliberale Tageszeitung De Volkskrant: "Der Schaden kann nur durch eine andere Haltung der Regierung behoben werden. Die ausgestreckte Hand, die Premier Rutte so großspurig der Opposition versprochen hatte, muss nun wirklich ausgestreckt werden, als letzter Versuch, um noch eine Antwort auf die Krise zu finden. Dem Premier geziemt nun Demut, in der Hoffnung, dass andere noch mit ihm Geschäfte machen wollen. Es ist unsinnig, an der strikten Haushaltsnorm von drei Prozent festzuhalten, weil er weiß, dass die Opposition dies nicht will. Da liegt auch die Verantwortung der Opposition. Die Bewältigung der Krise kann nicht bis zu den Neuwahlen warten. Es muss einen Kompromiss zwischen den Parteien geben. ... Das erfordert Politiker, die geben und nehmen können."
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Silvesterfeuerwerk endlich verbieten
Mehrere niederländische Bürgermeister haben am Montag ein Verbot von besonders starkem Feuerwerk gefordert, nachdem während des Jahreswechsels erneut mindestens 700 Menschen verletzt wurden und Sachschaden in Millionenhöhe entstand. Die Politik muss die Debatte um ein Verbot ernst nehmen, fordert die linksliberale Tageszeitung De Volkskrant: "Die Hälfte der Opfer verletzt sich nicht auf Grund eigener Fehler. Sie werden von anderen angeschossen. Hinzu kommt noch, dass Feuerwerk in hohem Maß zu dem nervösen, aggressiven Klima in der Silvesternacht beiträgt, ein Klima, unter dem auch die Hilfsdienste leiden. Kabinett und Parlament sind gegen ein Verbot mit einem einzigen Argument: Viele Menschen hängen am Feuerwerk. Das stimmt, aber das galt 1974 auch fürs Autofahren nach ein paar Bierchen. 'Viele Menschen' ist zudem relativ: Vier von fünf Niederländern knallen gar nicht. Die Politik darf davor nicht länger die Augen verschließen."
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Wilders Worte reichen bis nach Norwegen
Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders, der in dem Manifest des mutmaßlichen Attentäters Anders Breivik mehrfach genannt wird, hat sich von den Anschlägen in Oslo und Utøya distanziert. Das ist gut, aber reicht noch nicht, meint die linksliberale Tageszeitung De Volkskrant: "Die Meinungsfreiheit ist in den Niederlanden glücklicherweise sehr groß. Aber außer rechtlichen Grenzen gibt es auch die von Anstand und Verantwortung eines Politikers. Wer über den Islam spricht als sei er ein schreckliches Naturereignis wie ein 'Tsunami', wer über 'multikulturelle Eliten' spricht, die einen 'totalen Krieg gegen ihre Bevölkerungen führen', der läuft Gefahr, dass ein weniger nachdenkender Mensch den Eindruck bekommt, dass es Zeit ist für drastische Aktionen gegen diesen Islam und gegen diese Eliten. ... Wilders ist nicht mitschuldig am norwegischen Drama. ... Aber er hat die Pflicht einzusehen, dass viele Menschen an seinen Lippen hängen. Seine Worte reichen weit. Diese Position bringt eine große Verantwortung mit sich."
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Geldgierige Fifa ignoriert Fußballkultur
Der Weltfußballverband Fifa hat die Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 an Russland und Katar vergeben. Für die leer ausgegangenen Bewerber Belgien und die Niederlande ist das kein Grund zur Trauer, meint die Tageszeitung De Volkskrant: "Die Fifa fordert [von einem Austragungsland] unter anderem eine allgemeine Steuerbefreiung, rechtliche Immunität für alle Fifa-Funktionäre und Aussetzung aller Arbeitsschutzregeln. Dazu kommt, dass die Fifa selbst wegen Korruptionsaffären und Vetternwirtschaft immer stärker ins Gerede kommt. ... Wir sind ihnen bei der Zusage der gewünschten Privilegien zu wenig entgegen gekommen. Die Wahl für Russland und Katar zeigt einmal mehr, dass die Fifa die Länder bevorzugt, die bereit sind, unbegrenzt in ein Turnier zu investieren und ihr keine Steine in den Weg zu legen. Solange das bei der Fifa höher bewertet wird als der demokratische Status eines Lands oder die herrschende Fußballkultur, ist der Weltverband für ein Land wie die Niederlande ein wenig attraktiver Partner."
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Rücktritt des niederländischen Premiers
Raoul du Pré kommentiert den Rücktritt des niederländischen Premierministers Jan Peter Balkenende vom 29. Juni 2006. Balkenende trat in Folge eines Streits um seine Ministerin für Integration und Immigration, Rita Verdonk, zurück, die der ehemaligen Abgeordneten somalischer Herkunft Ayaan Hirsi Ali die niederländische Staatsbürgerschaft absprechen wollte. "In kürzester Zeit ist Balkenende vom unbekannten Akademiker zum Premierminister aufgestiegen. Aber seine beiden Regierungen sind sang- und klanglos baden gegangen... Balkenende hatte einen traumhaften Start in der Politik. Aber sein Imageverlust war ebenso rasant wie sein Aufstieg... Gibt es irgendeinen anderen Regierungschef, der in nur vier Jahren so viele Kabinettsmitglieder verloren hat?"
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