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Puig, Valentí
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Keine gemeinsame europäische Verteidungspolitik
Am 24. September sind bei einem Anschlag in Afghanistan zwei spanische Soldaten getötet und sechs verletzt worden. Valentí Puig nimmt den Vorfall zum Anlass, um über eine gemeinsame europäische Verteidigungspolitik nachzudenken. "In der EU redet man immer von einer gemeinsamen Außenpolitik, gar von einer gemeinsamen europäischen Armee, aber die Schwierigkeiten, den Nato-Einsatz in Afghanistan zu koordinieren, sollten reichen, um zu begreifen, warum man auf der Stelle tritt. Außerdem will die Nato ihre schnelle Eingreiftruppe abschaffen. Sie behauptet, das solle nach dem Irakkrieg geschehen, doch es wird immer einen Konflikt auf der Welt geben. Die Europäer haben zwar ihren Willen bekundet, in einer globalisierten Welt ganz vorne mitzuspielen - aber im Moment ist das bloßes Wunschdenken... Die 27 Mitgliedsstaaten haben noch immer kein Solidaritätsabkommen unterzeichnet, das eine Intervention erlauben würde, wenn einer angegriffen wird."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » EU-Politik, » Spanien, » Europa
Spanien vergisst Europa
Valentí Puig bedauert, dass Spanien sich von Europa abwendet, weil es sich vor allem mit seinen eigenen Problemen, zum Beispiel dem baskischen Separatismus, befasst. "Selbst die leicht folkloristisch angehauchte Europabegeisterung der letzten Jahre verschwindet angesichts der terroristischen Bedrohung. Dabei müsste man gerade jetzt diskutieren, welchen Platz Spanien in der EU einnehmen soll und welche Rolle es spielen kann... Es ist zweifellos ungesund und kontraproduktiv, wenn sich Spanien bei der Diskussion dieser Themen heraushält... Die Politiker sind so mit den innenpolitischen Ereignissen überlastet, dass sie sich in Europa kaum zeigen und die EU-Routine den Europaparlamentariern überlassen. Gleichzeitig haben Intellektuelle und Kulturschaffende, abgesehen von Europaspezialisten, keine Ahnung von Europa. Man kann sogar Stimmen von Spaniern hören, die Europaskeptizismus mit Desinteresse an der EU verwechseln. Dabei müsste man den technokratischen Regierungen der 50er und 60er Jahre eigentlich danken, dass sie es geschafft haben, den Weg für ein gemeinsames Europa zu bereiten."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Spanien
Rechtsradikalismus im europäischen Parlament
Die im europäischen Parlament vertretenen rechtsextremen Parteien treffen sich heute, um eine Fraktion zu gründen. Dafür sind zwanzig Abgeordnete aus fünf Mitgliedstaaten nötig. Diese Hürde könnten die Rechtsextremen durch neue Parlamentarier aus Rumänien und Bulgarien nun nehmen. "Man kann es als störend empfinden, wenn solche Kräfte sich innerhalb des europäischen Parlaments zusammenschließen, doch es ist nicht schlecht, dass sie im Parlament in dem Maße vertreten sind, wie sie wirklich existieren", schreibt Valentí Puig. "Es ist ein Paradox der EU: Diejenigen, die bald die Verbündeten der Großrumänischen Partei im europäischen Parlaments sein werden, waren auch diejenigen, die sich – aus Angst vor einer Einwanderungswelle, wie wir sie aus Spanien kennen – am radikalsten gegen den rumänischen EU-Beitritt gewehrt haben. Durch die Bildung einer Fraktion bekommen die Mitglieder Mittel, die sie allein nicht hatten. Die alten und die neuen Geister Europas tanzen um das Feuer wie die Hexen in 'Macbeth'."
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