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Puigverd, Antoni


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Vanguardia - Spanien | 22.12.2008

Antoni Puigverd über Weihnachten in der Krise

"Weihnachten ist ein Spiegel, der uns Wünsche und Werte jeder Epoche aufzeigt", schreibt Antoni Puigverd in der Tageszeitung La Vanguardia. "In archaischen Zeiten erinnerte es zum Beispiel an die Wiederkehr des Lichtes. Das Tageslicht zu feiern, ist für unsere Gesellschaft nicht mehr wichtig: Wir können uns nicht einmal vorstellen, wie es ist, ohne elektrisches Licht zu leben. Aber in jener fernen Zeit feierte man, dass die Dunkelheit mit dem Winteranfang endlich ihr Voranschreiten stoppte." Puigverd führt aus, welche Werte Christentum und Aufklärung mit Weihnachten verbinden und schließt mit einem Blick auf "die erste Weihnacht in der Krise": "Wie bei allem Menschlichen ziehen sich entgegengesetzte Pole an. Und an diesem Weihnachtsfest in der Krise und im Zweifel kommen sie zusammen. Konsumieren - so sagt man - ist eine Form, sich mit den Produzenten und Verkäufern zu solidarisieren, eine Art, den wirtschaftlichen Abschwung aufzuhalten. Der Stern des Marktes rostet, und der wahrhaftige Geist der Weihnacht kommt, um ihm seinen alten und wahren Glanz zurückzugeben."

La Vanguardia - Spanien | 25.06.2007

Welche Aufgabe hat die europäische Linke?

Der spanische Journalist Antonio Puigverd fragt, welche Aufgabe der politischen Linken in Europa künftig zukommt. "Die heutigen europäischen Demokratien sind das Ergebnis der Sättigung des Volkes und der Sicherheit, die der Sozialstaat bietet... Vor 30 Jahren hat die marxistische Linke den Arbeitern eine wichtige Rolle zugewiesen: 'Deine Hände sind dein Kapital'. Die Armen waren Akteure der Geschichte, sie hatten eine Hauptrolle im gesellschaftlichen Theater. Doch welche Rolle hat die Linke heute für die passiven (oder besser: wahlmüden) Volksmassen? ... Ein aktuelles Problem könnte da plötzlich zur Chance werden: Angesichts der Immigration muss man eine neue Sozialpolitik entwickeln. Und man muss eine neue historische Funktion für die Volksmassen definieren, die zersplittert sind und zum Teil in prekären Verhältnissen leben. Es ist sicherlich nicht einfach, ein solches Ziel politisch zu definieren, aber genau darin besteht ja die wahre Politik."

La Vanguardia - Spanien | 23.04.2007

Antoni Puigverd über den Wert der Bücher

In Katalonien wird am 23. April der Tag des Heiligen Georg begangen: Frauen bekommen Blumen, Männer Bücher geschenkt. Antoni Puigverd nimmt das zum Anlass über die Kommerzialisierung der Literatur zu klagen. "Es ist typisch für unsere Zeit, dass der eigentliche Wert (das Buch als kulturelle Mitteilung) dem dominierenden Wert (der Anbetung des Marktes) untergeordnet wird... Man könnte sagen, dass Rentabilität schon immer ein entscheidendes Argument war, allerdings noch nie so eindeutig wie heute... In letzter Zeit hat der Druck des Marktes so stark zugenommen, dass die Idee eines kulturellen Gegengewichts komplett unwichtig geworden ist. Die Gesetze des Marktes zwingen dem Buch eine stärkere Konkurrenz-Dynamik auf als jedem anderen Industrieprodukt. In kommerzieller Hinsicht ist das Buch ein unsicherer Wert, denn man muss nicht unbedingt lesen, um zu leben. Verleger aus Berufung müssen sich der wirtschaftlichen Realität stellen oder sie gehen unter."

La Vanguardia - Spanien | 31.03.2006

Autonomiestatut für Katalonien

Antoni Puigverd kommentiert die Verabschiedung des erweiterten Autonomiestatuts für Katalonien am 30. März durch das spanische Parlament. Er sieht in dem Gesetzestext, über den im Juni mit einem Referendum in Katalonien abgestimmt wird, einen "Kompromiss" der verschiedenen Positionen. "Ehrlichen Gewissens kann niemand behaupten, dass Spanien auseinander bricht, wenn die neue Linie befolgt wird - auch wenn manche genau das befürchten. Und niemand kann behaupten, dass Spanien nicht auf die katalanischen Bestrebungen eingeht, auch wenn die verfolgte Linie das Ende des Traums von der Souveränität bedeutet. Wenn man eine Antwort auf ein komplexes Problem findet, muss man einfach applaudieren. Man muss, ob es einem gefällt oder nicht, den Politikern applaudieren, die, statt Geschirr zu zerschlagen, ein Mittel gefunden haben, es zu ersetzen."

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