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Rak, Peter

Peter Rak, geboren in Maribor, studierte Kunstgeschichte an der Universität
Laibach. Essayistische Arbeiten; seit 1996 Tätigkeit als Journalist,
Kolumnist und Kunstkritiker für Delo, Sloweniens größte Tageszeitung.



Der Autor/ die Autorin hat bisher 1 Artikel auf euro|topics veröffentlicht.


1.  Essay | 09.01.2008

Momentaufnahme aus dem Leben einer Nation

Eineinhalb Jahrzehnte nach Sloweniens Unabhängigkeitserklärung und drei
Jahre nach dem EU-Beitritt stagnieren das politische und das kulturelle
Leben im Land, schreibt Peter Rak. Ein gemäßigtes Nationalgefühl und
kollektive Selbstliebe sind vielleicht der einzige Weg nach vorn. » mehr


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Delo - Slowenien | 21.12.2009

Zu abhängig von Computern

In der heutigen Zeit kann der Computer viele Lebensbereiche erleichtern, doch sieht die Tageszeitung Delo die menschliche Abhängigkeit von Rechnern kritisch: "Die Mehrzahl der Computervorgänge dient nur dem Selbstzweck, es geht dabei um eine ewige Ansammlung von Daten, die wir nicht mehr im Kopf sammeln können und sie deshalb auf der Festplatte speichern. ... Bei all der Gefräßigkeit, die immer größere Gefräßigkeit produziert, ist völlig klar, dass die Floskel über die großartige Zukunft, die uns die weitere Entwicklung des Internets und des Breitbandinternets bringen soll, tatsächlich nur eine Floskel ist. Alles, was wir durch die neuen Entwicklungen bekommen werden, ist noch mehr Geschwindigkeit für völlig überflüssige Prozesse. ... Was die Brauchbarkeit des Computers betrifft, ist diese oft fraglich, lähmt sie doch unsere motorischen Grundfunktionen, denn ohne Tastatur oder Maus können wir nicht mehr schreiben, malen, fotografieren, komponieren oder planen, denn jeder Schritt kann per Computer ins Unendliche verbessert und modifiziert werden."

Delo - Slowenien | 21.08.2009

Kulturhauptstadt ohne Kulturschaffende

Die slowenische Stadt Maribor wird 2012 europäische Kulturhauptstadt. Die Tageszeitung Delo kritisiert das Verhalten des Bürgermeisters Franc Kangler, der das Projekt falsch angehe. Bisher deute nichts darauf hin, dass Maribor den Titel Kulturhaupstadt verdient: "Es ist ... höchste Zeit, dass sich der Bürgermeister komplett aus dem Projekt zurückzieht und die Arbeit kompetenten Menschen überlässt. Davor muss ein derartiges Team natürlich erst noch endgültig aufgestellt werden. Schon vor einen Jahr haben wir Klagen gehört, Maribor habe nur sehr wenig Zeit, sich auf den Status als europäische Kulturhauptstadt vorzubereiten. In der Zwischenzeit ist aber nichts passiert. ... Wenn das so weiter geht, dann kann es leicht geschehen, dass Maribor nicht nur die Universiade [Weltsportspiele der Studierenden 2013] ohne die Mitarbeit der Universität organisiert [, die sich von dem Projekt distanzierte]. So gibt es vielleicht auch eine europäische Kulturhaupstadt ohne Kulturschaffende."

Delo - Slowenien | 23.08.2006

Der letzte Vertreter der Jugo-Nostalgie

Der Journalist Peter Rak war bei einem Konzert des erfolgreichen "jugoslawischen" Liedermachers und Schauspielers Rade Serbedzija in Mazedonien: Serbedzija sei geprägt "von den Wirren des jüngsten Balkankrieges und dem Zerfall des gemeinsamen kulturellen und geistigen Raumes, dem er mit Leib und Seele angehörte. Für den Star des jugoslawischen Films und Theaters war der Zerfall Jugoslawiens eine Sintflut, die bei vielen seiner Kollegen zu einem resignierten Rückzug in die Einsamkeit führte. Serbedzija ist jedoch einer der wenigen, die wieder aufgetaucht sind." Rak meint, dass mit Serbedzija "und seiner Generation eines Tages die letzen Jugo-Nostalgiker sterben werden. Diejenigen, die sich die guten alten Zeiten nicht nur wegen des Personenkults um den Marschall [Tito] zurückwünschen, sondern vor allem wegen des damaligen spezifischen geistigen Klimas. Danach wird eine Leere eintreten, bis eines Tages eine neue, unvoreingenommene Generation den alten Groll und Antagonismus überwinden wird."

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