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Ramoneda, Josep


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


El País - Spanien | 19.08.2009

Josep Ramoneda über die Bedeutung der Stadt für die europäische Identität

Während die Nation als Konzept der Zusammengehörigkeit ein relativ geschlossenes Gebilde sei, biete das Zusammenleben in der Stadt jene Offenheit, die auch Europa brauche, schreibt Josep Ramoneda in der linksliberalen Tageszeitung El País: "Die Stadt ist vor allem ein Ort mit einer offenen Identität. Ein Ort, an dem man unter all den Fremden, die ihn ausmachen, einen gemeinsamen Nenner finden kann. Dies ist eine minimale Identität, die derjenigen sehr ähnlich ist, die für den Aufbau eines europäischen Bewusstseins nötig ist. Eine Identität, die auf der Anerkennung des anderen basiert und die dieselben Elemente der städtischen Kultur aufweist: die geteilte Souveränität unter Fremden; die politische Solidarität; die Vielfalt und der Konflikt als Träger der Chance und des Wandels sowie Verhandlung und Dialog als Art und Weise des Umgangs miteinander. Ohne die Notwendigkeit, sich vor einer ... Gottheit zu verneigen, sei es nun das Vaterland oder die jeweilige Religion."

El País - Spanien | 05.02.2009

Nicht zurück zur Stammespolitik

Bei steigenden Arbeitslosenzahlen, mehren sich in Spanien Stimmen, die sich gegen Einwanderer wenden. El País warnt hinsichtlich der kommenden Regionalwahlen vor populistischen Politikern, die mit ausländerfeindlichen Parolen Stimmen fangen könnten: "Abgesehen von den moralischen Gründen gibt es auch die politischen und wirtschaftlichen. Und der patriotische Protektionismus wäre eine Katastrophe auf beiden Gebieten. Die Antwort auf den Neoliberalismus darf man nicht in der Wiedererrichtung nationaler Bastionen suchen, sondern im Reform-Kosmopolitismus, der auf der Verstärkung der politischen Institutionen auf internationaler Ebene beruht und der Möglichkeit dieser Institutionen, die wirtschaftliche Macht zu kontrollieren. Auf diesen Paradigmenwechsel wären wir schlecht vorbereitet, wenn wir zu den alten Versuchungen der Inzucht und der Logik des Ausschlusses zurückkehren. Aber die Versuchung ist groß für die Politiker und sie nimmt zu, wenn die Wahltermine näherrücken."

El País - Spanien | 25.05.2007

Josep Ramoneda über das Erbe von 1968

Der spanische Schriftsteller Josep Ramoneda beschäftigt sich mit dem Erbe des Mai 1968, einem Thema, das bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich eine große Rolle gespielt hat. "Nicolas Sarkozy hat im Wahlkampf die Beerdigung von 1968 angekündigt, aber seit er Präsident ist, hat er sich nicht um das Begräbnis gekümmert... Sarkozy hat zwei Fehler begangen. Der erste ist typisch für die Franzosen: Man erinnert sich nicht daran, dass es 1968 auch außerhalb von Frankreich Aufruhr gab. Der zweite ist typisch für die Rechte: Sie versteht nicht, dass der Kapitalismus aufgrund seiner Fähigkeit zum Wandel (ein Grund für seine Überlegenheit gegenüber dem Kommunismus) und die liberale Rechte die Hauptprofiteure von 68 waren... Warum spielt sich Sarkozy also als Totengräber von 68 auf? ... Wenn man bedenkt, dass Sarkozy sich im kulturellen Umfeld der Rechten bewegt, dann ist es für ihn leicht in der Mythologie der Linken die Zielscheibe für seinen moralischen Bruch zu suchen. Diese Funktion hatte der Mai 68 in Sarkozys Rede."

El País - Spanien | 10.10.2006

Mord an Anna Politkowskaja - Wie stellt sich der Westen zu Russland?

Der spanische Journalist und Essayist Josep Ramoneda bedauert, dass die westlichen Mächte Moskau gegenüber Milde walten lassen. "Geht nach dem Mord an Politkowskaja einfach alles so weiter? Ich fürchte, das wird der Fall sein. Es wird nicht mehr als die üblichen diplomatischen Proteste und Vertrauensbekundungen für die russische Justiz geben. Das ist reinster Sarkasmus. Warum hat man solche Angst vor Putin? Der objektive Grund, den mir europäische Rechte und Linke hinter verschlossenen Türen genannt haben, ist die Angst vor Russland. Die Sowjetunion war eine Zeitbombe, deren Explosion die ganze Welt erschüttert hätte. Putin hat es geschafft, Ordnung zu schaffen und das Chaos in Schach zu halten. Unsere demokratischen Führer sind gegenüber autoritären Führern nicht besonders kritisch, wenn es darum geht, Konflikte in anderen Ländern zu lösen."

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