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Rasonyi, Peter


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | 10.12.2010

Studiengebühren belasten britische Regierung

Angesichts der gewaltsamen Proteste in London gegen eine drastische Erhöhung der Studiengebühren ist die liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung erstaunt mit welcher Entschlossenheit die britische Koalitionsregierung vorgeht: "Dass ein so radikales Reformprogramm nicht ohne harte Widerstände durchgesetzt werden kann, wäre auch unter einer konventionellen Einpartei-Regierung nicht anders. Erstaunlich ist viel eher, mit welcher geradezu tollkühnen Entschlossenheit die jungen Parteiführer Cameron und Clegg vom ersten Tag an vorgingen. ... Die Hauptgefahr der Koalition geht nicht von der geschwächten, ideologisch und personell ungefestigten Labour Party aus. Die schärfsten Gegner sitzen am linken Flügel der Liberaldemokraten - sie befürchten einen eigentlichen Zerfall der Partei - und am rechten Flügel der Tories. Bezeichnenderweise hat bei der Abstimmung über die Studiengebühren nicht nur rund die Hälfte der Liberalen, sondern auch eine Handvoll Tories gegen die Regierung gestimmt. Auf beiden Seiten wetzen Traditionalisten die Messer. Es wird weitere Gelegenheiten für Muskelspiele geben."

Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | 21.07.2010

Öffentlicher Sektor Großbritanniens unbezahlbar

Der Finanzbedarf des öffentlichen Diensts in Großbritannien hat im Juni seinen bisherigen Höchststand erreicht, wie am Montag veröffentlichte Zahlen zeigen. Das britische Pfund stürzte daraufhin ab. In Wirklichkeit ist die britische Staatsverschuldung noch weit höher als angegeben, rechnet die konservative Neue Zürcher Zeitung vor: "Führte der Staat eine betriebliche Buchhaltung, stünde er mit einer Überschuldung von 2.700 Mrd. £ bis 4.000 Mrd. £ da; Garantien von 1.000 Mrd. £ bis 1.500 Mrd. £ für die in der Finanzkrise geretteten Banken noch gar nicht eingerechnet. Die effektive Staatsschuld beträgt somit horrende 186 bis 277 Prozent des Bruttoinlandprodukts, ein Vielfaches der ausgewiesenen Nettofinanzschulden. Vor diesem Hintergrund ist verständlich, dass der neue Schatzkanzler George Osborne sogleich einen Lohnstopp und die Überprüfung der grosszügigen Pensionen der Staatsangestellten angekündigt hat. Der unter New Labour aufgeblähte Staatssektor ist nicht finanzierbar."

Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | 29.02.2008

Bewegung auf dem europäischen Energiemarkt

Das Stromnetz, das in den kommenden Jahren durch Milliardeninvestitionen und mühsame Genehmigungsverfahren ausgebaut werden muss, sei für den Eon-Konzern nicht mehr so interessant gewesen, meint Peter Rasonyi. "Dass allerdings die EU-Kommission just zu der Stunde triumphiert, in der die Regulierung endlich ihre positive Wirkung auf den Wettbewerb zeigt, ist eine Ironie. Nun beginnt ohne Not und zwingenden Nutzen ein Experiment mit offenem Ausgang: Wird ein neuer Eigentümer die Netze kompetent, effizient und sicher betreiben? Wird er genug investieren? Welche verborgenen Interessen wird er verfolgen? Auf die Regulierungsbehörden kommt eine enorme Aufgabe und Verantwortung zu."

Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | 18.01.2008

Nokia schließt Werk in Deutschland

Peter Rasonyi kritisiert den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers, der Nokia als "Subventions-Heuschrecke" bezeichnet hatte. "Strategische Standortentscheidungen sind stets betriebswirtschaftlicher Natur und von den Unternehmen zu fällen. Die Politik kann mit Steuern, Infrastruktur, Regulierungen und Bildungsanstrengungen die Rahmenbedingungen so attraktiv wie möglich gestalten. Entscheidet sich ein Unternehmen trotzdem für einen anderen Standort, ist das ebenso legitim wie notwendig für eine effiziente, wettbewerbsfähige Wirtschaft... Der Fall ist vielmehr ein weiterer Beleg für den Unsinn staatlicher Subventionen. Wenn die Standortbedingungen strukturell ungünstig sind, kann in einem Wettbewerbsumfeld der Niedergang höchstens verzögert werden. Die Entstehung neuer Strukturen wird dadurch aufgehalten, letztlich auch zum Nachteil der später auf der Straße stehenden Mitarbeiter."

Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | 29.06.2007

Deutschland im Aufschwung

In Deutschland freut man sich über kräftiges Wirtschaftswachstum und sinkende Arbeitslosenzahlen. Die Arbeitslosenquote ist mit 8,8 Prozent im Juni so niedrig wie seit fünf Jahren nicht. Und diese Tendenzen sollen laut Konjunkturforschern auch die nächsten zwei Jahre anhalten, schreibt Berlin-Korrespondent Peter Rasonyi und bemerkt zugleich kritisch: "Trotz den guten Aussichten ist Euphorie fehl am Platz. Ein Blick auf die Grafik zeigt, dass auf dem Weg zur Vollbeschäftigung erst eine kleine Strecke zurückgelegt ist. Zudem verweist der Umstand, dass trotz gut 9 Prozent Arbeitslosigkeit in der Wirtschaft bereits lauter über einen Mangel an Fachkräften als über die 3,7 Mio. Arbeitslosen geklagt wird, auf die notorischen Mängel an Flexibilität und Marktorientierung des Arbeitsangebots... Da die Regierung keinerlei Anstrengungen unternimmt, um die strukturellen Schwächen der Arbeitsmarktpolitik zu beheben, dürfte die konjunkturelle Entspannung kaum von nachhaltiger Natur sein."

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