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Redeker, Robert


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Figaro - Frankreich | 12.08.2008

Wahlrecht für Ausländer?

Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero plant, auch Migranten aus Ländern außerhalb der EU das kommunale Wahlrecht einzuräumen. Auch in Frankreich wird darüber diskutiert. Der Philosoph Robert Redeker spricht sich in der Tageszeitung Le Figaro gegen diese Initiative aus: "Hat es Sinn, wie die [französische] sozialistische Partei es will, oder wie die Regierung von Zapatero es in Spanien bald tun wird, [Einwanderern] das Wahlrecht für die Lokalwahlen zu gewähren und für die nationalen Wahlen zu verweigern? ... Der Unterschied zwischen dem Bürger, dem Mitglied des Gemeinwesens, und dem einfachen Einwohner, der seine Steuer bezahlt, erfolgt nicht nur durch eine materielle, sondern eine symbolische Sache: die Staatsangehörigkeit. Da sie symbolisch ist, stellt sie eine viel stärkere Verbindung als einfache materielle Lebensbedingungen her. ... Kein starkes Argument unterstützt das Wahlrecht für Migranten. ... Seine [gesetzliche] Verabschiedung würde die Unteilbarkeit der Republik gefährden, ... die Staatsangehörigkeit obsolet werden lassen."

Le Temps - Schweiz | 01.04.2008

Robert Redeker warnt vor Verschwörungstheorien

Die französische Schauspielerin Marion Cotillard hat sich 2007 in einem Interview dazu bekannt, eine Anhängerin von Verschwörungstheorien zu sein und auch die Erklärung für die Attentate vom 11. September anzuzweifeln. Der französische Philosophielehrer Robert Redeker findet das falsch: "Diese selbstgemachten Verschwörungstheorien stützen sich auf die wahnsinnige Annahme, dass die Wirklichkeit bis in jedes Detail Opfer geheimer Manipulationen ist, so dass die Wahrheit der Menschheit verborgen bleibt. Konspirationstheorien blühen auf, indem man das Prinzip des Zweifelns übertreibt. Sie werden selbst zu einer Form des Glaubens, indem man behauptet, man könne nichts von dem glauben, was man uns sagt. Gegenüber jeder Form von Wahrheit wird der radikale Zweifel als Norm gesetzt... Nichts ist gefährlicher als diese Geisteshaltung. In ihr ist die Logik des Leugnens zu erkennen. Diese falsche Art des Denkens findet bei den Massen großen Anklang, was dazu führt, dass man alles für Wahrheit hält, was das Gegenteil der offiziellen Wahrheit ist. Das ist beunruhigend. Denn so argumentieren auch die Geschichtsleugner, die die Geschichte ebenfalls verfälschen."

La Libre Belgique - Belgien | 24.05.2006

Die Teilnahme Irans an der Fußballweltmeisterschaft

Eine Gruppe von belgischen und französischen Forschern und Intellektuellen protestiert gegen die Teilnahme Irans an der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland. Sie sind der Meinung, dass "der iranische Gottesstaat eine Tyrannei ist und als solche keinen Platz in einem sportlichen Wettkampf im Herzen des demokratischen Europas hat". Sie drücken ihre Sorge über "den Rückzug einer universalistischen Kultur zugunsten einer populistischen Pseudo-Kultur des Fußballs" aus. "Aber bietet der Fußball in dem Moment, in dem er selbst zur Stammesreligion der Postmoderne wird, nicht allen hysterisch religiösen Ausbrüchen Platz? Wird der sich in der Welt rasant ausbreitende Islamismus im Fußball eine Plattform finden, von der aus er Hunderte von Millionen Fernsehzuschauer erreicht? Wird der Fußball für eine durch antidemokratischen Bekehrungseifer und Antisemitismus geprägte Lesart des Korans werben? Wird Deutschland es akzeptieren, dass überdrehte Fans brüllend dazu aufrufen, den 'ungläubigen' und 'abtrünnigen' Gegner zu ermorden?"

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