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Reiserer, Axel
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Der Mann, der sich selbst zerstört
Für die Presse ist das gesunkene Ansehen des Labour-Premier Browns ein Anzeichen für eine baldige Machtübernahme der Konservativen. "Alles begann schief zu gehen, als gute Umfragewerte im Herbst die Labour-Spitze verführten, mit unnötigen Neuwahlen zu spekulieren. Brown ließ das Spiel gewähren, entschied sich aber dann gegen die Wahl - und hat seither das Image des Zauderers. Nie zuvor hatte ein Politiker eine Wahl, die es nicht gab, so schwer verloren. ... Brown stellte sich als ein Blair ohne Charisma heraus. Daran wird er letztlich scheitern. ... Seit 1997 an der Macht, ist Labour ... inhaltlich, finanziell und personell erschöpft. Zum erwarteten Neuwahltermin Mai 2010 wird Brown 59 sein, sein Herausforderer David Cameron 43. Die Erneuerung der Partei dürfte erst in der Opposition gelingen. Das Debakel bei der Lokalwahl im Mai, als sogar das 'erzlinke' London verloren ging, weist den Weg."
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Gordon Brown lässt doch nicht wählen
London-Korrespondent Axel Reiserer kommentiert Browns Entscheidung: "Es steht ein trüber Herbst bevor. Die Opposition reagierte auf Browns Rückzieher erwartungsgemäß mit Spott und Hohn. Zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung erweckt die Entscheidung Browns den Eindruck, als hätte der 56-jährige Premier Angst vor seinem Herausforderer bekommen... Gar mancher hat dieser Tage – auf Brown gemünzt – das alte englische Kinderlied vom 'Grand Old Duke of York' auf den Lippen, der seine Truppen zuerst den Hügel hinaufmarschieren lässt, um sie dann unverrichteter Dinge wieder abzuziehen. Und wieder von vorne. Gordon Brown ist in wenigen Tagen vom starken Mann zur Witzfigur geworden."
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