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Remy, Vincent
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Avraham Burg über modernen Antisemitismus
In Frankreich erscheint dieser Tage Avraham Burgs Buch "Hitler besiegen". Vincent Remy hat aus diesem Anlass mit dem ehemaligen israelischen Parlamentspräsidenten über modernen Antisemitismus gesprochen. "Wir beobachten eine Fusion des klassischen religiösen Antisemitismus mit einer neuen rechtsextremen Fremdenfeindlichkeit. Beide kooperieren mit der antiamerikanischen äußersten Linken und den Antizionisten. Ich glaube aber, dass der Antisemitismus kein einzigartiges Phänomen mehr ist, sondern vielmehr zeigt, wie es um die Moral einer Gesellschaft bestellt ist. Wenn Antisemitismus in einer demokratischen Gesellschaft zum Ausdruck kommt, dann geht er mit anderen fremdenfeindlichen oder hasserfüllten Äußerungen einher: gegenüber Muslimen, Fremden, Immigranten. Meine Rolle als Jude und Mensch ist es also nicht zu sagen: 'Vorsicht, sie hassen mich sowieso', sondern zu versuchen, eine globale Koalition zu bilden, die dem Hass und der Fremdenfeindlichkeit etwas entgegensetzt, statt sie in Beschlag zu nehmen und zu monopolisieren."
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Die Staatsbezogenheit französischer Gewerkschaften
Der Politologe Dominique Andolfatto erklärt Vincent Rémy im Interview, warum die französischen Gewerkschaften lieber protestieren als verhandeln. "Ein Hindernis für Verhandlungen ist unser starker Staat, der sich in alles einmischt und der von Eliten getragen wird, die in Selbstgewissheit baden. Dieser Staat handelt, wie es ihm gerade passt - ohne Gewerkschaften oder Vermittler zu fragen. Das trägt nicht dazu bei, dass sich die Gewerkschaften auf berufliche Belange konzentrieren. Manche Gewerkschafter sehen in den Arbeitgebern den Klassenfeind und bitten, sobald ein Problem auftaucht, den Staat um Hilfe. Das macht die Dinge noch komplizierter. Diese Gewerkschafter fordern eine politische Antwort auf Fragen, die eigentlich Arbeitnehmer und Arbeitgeber betreffen. Das schwächt die Gewerkschaften - anders als in Deutschland oder Großbritannien."
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Philippe Lemoine über Internetbegegnungen
Der Unternehmer und Schriftsteller Philippe Lemoine verteidigt im Gespräch mit Jean-Philippe Pisanias und Vincent Remy das kreative Potenzial der Internetnutzer: "Die Elite denkt, wenn man alles laufen lässt, nimmt die Verdummung zu. Was begeistert die Jungen so am Sich-Vernetzen? Es ist das Gefühl, dass sie angesichts der Fragen, die sich ihnen stellen und auf die sie mit Worten, Büchern oder bekannten Theorien keine Antwort finden, auf dieser Welt nicht alleine sind. Sie stoßen auf andere, die sich die gleichen Fragen stellen. Abgesehen von dem Thema der kollektiven Intelligenz: Es handelt sich um eine Begegnungswelt, in der es nicht nur darum geht, seine Meinung auszudrücken, sondern auch bestimmte Gefühle und Sehnsüchte kundzutun. Wenn man das nicht erkennt, dann versteht man das Internet nicht."
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