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Rennefanz, Sabine


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


The Guardian - Großbritannien | 01.10.2010

Ostdeutsche sind unterrepräsentiert

Laut einer Studie der Universität Bielefeld stellen Ostdeutsche nur fünf Prozent der Elite in Politik, Geschäftswelt, Wissenschaft und Medien, obwohl sie 20 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Das kann mit der Verunsicherung der Ostdeutschen nach der Wende zusammenhängen, schreibt die Ostdeutsche Sabine Rennefanz in der linksliberalen Tageszeitung The Guardian: "Keine der 30 führenden Firmen im deutschen Aktienindex hat einen ostdeutschen Chef. 95 Prozent der Professoren der Soziologie oder politischen Wissenschaft kommen aus dem Westen, selbst an ostdeutschen Universitäten wie Leipzig oder Dresden. Das Gleiche gilt für die Medien. Die Chefredakteure der großen Zeitungen stammen alle aus dem Westen. ... Vielleicht sind wir teilweise selbst daran schuld. Viele von uns haben vermieden Verantwortung zu übernehmen, nachdem sie den Zusammenbruch einer Gesellschaft durchlebt hatten. Aber es gibt ein wachsendes Selbstvertrauen unter Ostdeutschen, speziell bei der jüngeren Generation. Sie kann ihren Frieden mit der Vergangenheit schließen, ohne nostalgisch zu sein."

Berliner Zeitung - Deutschland | 24.09.2007

Gordon Browns gelungener Amtsantritt

Sabine Rennefanz bezweifelt, dass die Begeisterung für Gordon Brown in seiner eigenen Partei ebenso groß ist wie in der Bevölkerung: "In den Umfragen kam Labour vergangene Woche erstmals auf die magische 40-Prozent-Marke und liegt acht Prozent vor den Konservativen. Eigentlich wäre das ein Grund zum Feiern in Bournemouth. Doch nicht jedem in der Labour-Party hat gefallen, dass Lady Margaret Thatcher, eine der Hassfiguren der Partei-Basis, von Brown zum Tee eingeladen wurde. Zweifel gären auch darüber, wie offen der Patriarch wirklich ist. Entgegen den Versprechen von 'mehr Debatte' werden Diskussionen auf dem Parteitag systematisch unterdrückt. Eine Rekordzahl von 130 von der Basis eingereichten Anträgen wurden vom Konferenzkomitee abgelehnt. Zu den gefährlichsten Herausforderern sind Browns einstige Verbündete geworden: Die Gewerkschaften planen Proteste gegen seine Weigerung, ein Referendum über die EU-Verfassung abzuhalten, sowie gegen die Schließung halbstaatlicher Behindertenwerkstätten."

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