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Rjabtschuk, Mykola
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Mykola Rjabtschuk warnt die Polen vor Russland
Mykola Rjabtschuk, ukrainischer Schriftsteller und Mitbegründer der Kiewer Monatszeitschrift Krytyka, warnt im Gespräch mit Filip Memches die polnische Regierung davor, sich Hoffnung auf eine Verbesserung der Beziehungen mit Russland zu machen. "Ich glaube nicht an eine polnisch-russische Annäherung, denn Moskau hat daran kein Interesse. Russland braucht Polen als aufmüpfigen Jungen, den man vor den Augen der ganzen Welt abstrafen kann. Polen soll unter den Ländern des ehemaligen Ostblocks dieselbe Rolle spielen wie die Ukraine unter den früheren Sowjetrepubliken... Das Problem liegt in der Natur der polnisch-russischen Beziehungen. Die russischen Politiker haben ernstzunehmende Geschäftspartner in Westeuropa, das liegt auch in ihrem persönlichen Interesse. Polen ist für sie also überflüssig. Moskau braucht in seiner ehemaligen Einflusszone nicht Freunde, sondern Länder, die es erniedrigen kann."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Polen, » Ukraine, » Russland
Alle verfügbaren Texte von » Filip Memches
Mykola Rjabtschuk über seine Angst vor dem Schengen-Abkommen
Am 1. Januar 2008 treten Polen und die anderen Staaten Mittel-Osteuropas dem Schengen-Abkommen bei, so dass zwischen ihnen und Westeuropa die Grenzkontrollen wegfallen. Als Ukrainer verbindet der Dichter Mykola Rjabtschuk damit Ängste und Hoffnungen. "Zum ersten Mal seit vielen Jahren – oder gar Jahrzehnten – erschreckte mich die ukrainisch-slowakisch-ungarische Grenzstation Cop mit einer völligen Leere... Ich wurde wütend. Schon wieder wollen sie uns die Grenzen schließen und sich somit von diesem amorphen und politisch schizophrenen Gebilde im Osten, der Ukraine, abschotten. Jetzt erst werden wir zu spüren bekommen, wie weit entfernt dieses Ausland ist, das uns bisher so nah erschien... Aber es stellte sich heraus, das diese Vermutung falsch war. Ich musste dringend nach Kiew telefonieren. Ich fragte die Kassiererin, warum alle Telefonapparate von den Wänden verschwunden sind. Es wird renoviert. Deswegen wurde alles weggeräumt – sagte sie. Fürs Erste war ich beruhigt."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Erweiterung, » Ungarn, » Slowakei, » Ukraine
Die Lehren von Tschernobyl
Neue Investitionen in Atomkraft hält der ukrainische Essayist Mykola Rjabtschuk für einen Fehler: "Nicht die Katastrophe per se, sondern vor allem die Art und Weise, in der die Behörden mit diesem Fall umgingen, hatte eine schockierende und aufrüttelnde Wirkung auf die Menschen. Überall in der Sowjetunion und vor allem in der Ukraine wuchs das politische Bewusstsein der Bürger. Der politische Aspekt hat allerdings in ebenso voraussehbarer wie fataler Weise einen ernsthafteren und universelleren, philosophischen Aspekt des Problems in den Hintergrund gedrängt: Wie weit kann der Mensch bei der Erforschung und der Manipulation von Substanzen, Genen, Psychen gehen, ohne die rote Linie der Selbstzerstörung zu überschreiten?... Es mag naiv sein zu erwarten, dass die internationale Energiewirtschaft moralische Prinzipien berücksichtigen könnte oder dass der Konsumwahn irgendwann einmal ein Ende finden wird. Gleichwohl ist es zwanzig Jahre nach Tschernobyl an der Zeit, die Lektionen aus dieser Katastrophe zu überdenken."
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