Bereichsmenü: Home
Home / Autorenindex
Romano, Andrea
In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Zukunft von Downing Street ungewiss
Weder eine Koalition der Labour-Partei mit den Liberaldemokraten noch eine Minderheitsregierung der Konservativen wären von langer Dauer, glaubt die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore angesichts des Patts bei den britischen Unterhauswahlen: "In einem der schwierigsten Momente der europäischen Geschichte der vergangenen Jahre hat Großbritannien entschieden, sich nicht zu entscheiden. ... Generell decken sich [liberaldemokratische] Jungfräulichkeit und die Fähigkeit zu regieren nur schwer, besonders wenn das Programm der Liberaldemokraten - so Premier Brown - auf der Rückseite einer Papierserviette nach einem heiteren Abendessen unter Freunden stehen könnte. ... Auch im Fall einer Minderheitsregierung der Konservativen würde sich die Aufgabe von David Cameron in der Leitung einer Übergangsregierung erschöpfen, mit einem doppelt negativen Effekt: Er würde das Potenzial eines jungen, konservativen Führers vergeuden und die Fähigkeit Großbritanniens, auf die europäische Krise zu reagieren, stark hemmen."
» weiterführende Informationen (externer Link, italienisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Wahlen, » Großbritannien
Cameron führt mit Ideen von Blair
Den jüngsten Umfragen zufolge zeichnet sich ein Sieg der Konservativen bei den britischen Unterhauswahlen ab. Das ist paradox, findet die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore, denn Parteichef David Cameron greift in seinem Programm Errungenschaften und Ideen der Labour-Partei auf: "Die positiven Seiten der dreizehnjährigen Labour-Regierung sind auch im Inland deutlich sichtbar, sogar am Vorabend der mehr als wahrscheinlichen Niederlage von Premier Gordon Brown. Denn ausgerechnet in diesen Tagen scheint das britische Politikangebot in hohem Maß progressiv zu sein. So huldigt der Anführer der Konservativen leidenschaftlich dem nationalen Gesundheitsdienst - dem größte Heiligtum der Labour-Partei. Zudem kündigt er eine multiethnische Politik an, die in der Geschichte der Konservativen eine absolute Neuheit darstellt. Und ein Liberaldemokrat [Nick Clegg] brüstet sich damit, das Beste von der Labour-Tradition geerbt zu haben. Die progressive Verwandlung des britischen politischen Zeitgeistes ist vielleicht der größte Erfolg von New Labour."
» weiterführende Informationen (externer Link, italienisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Wahlen, » Großbritannien
Veltroni-Fieber in Italien
"Walter Veltroni, der Chef der neuen linken Demokratischen Partei (PD) sorgt bei seinen Freunden und Gegnern für Begeisterung", stellt Andrea Romano fest. "Diese 'Veltromanie' scheint das Ende der fürchterlichen Krise im italienischen Parteiensystem zu bedeuten... Weltweit oder wenigstens in Europa haben die im 20. Jahrhundert geschaffenen Parteien - anders als in Italien - gut funktioniert. In Großbritannien wie in Frankreich, in Deutschland oder Spanien konnten sich fortschrittliche und konservative Organisationen gleichermaßen behaupten und aufgrund traditioneller oder vitaler Mechanismen politisch innovative Programme entwickeln: Ideen werden zur Diskussion gestellt, die Parteibasis miteinbezogen, eine persönliche Wahl zugelassen, die Geschlagenen geben sich geschlagen. Solche Mechanismen sind in den 90er Jahren auch in Italien auch eingeführt worden, wurden aber nie zum Leben erweckt."
» zur Homepage (externer Link, La Stampa)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Italien
Europas Schwäche gegenüber Russland
"Putin macht Europa sprachlos", klagt der Journalist Andrea Romano über die Uneinigkeit der Europäer in Bezug auf Russland. "Dass Wladimir Putin die russische Macht auf so autoritäre Weise ausübt, zeigt einmal mehr die große Schwäche Europas. Diesmal jedoch haben wir es nicht mehr mit dem üblichen Fehlen einer gemeinsamen Außenpolitik und den ständigen Klagen über die europäische Flucht nach vorn zu tun. Es handelt sich um eine viel schlimmere Schwäche, denn sie rührt aus dem Scheitern verschiedener Politikansätze her, die die EU gegenüber Russland in den vergangenen zehn Jahren ausprobiert hat... Wenn es Europa nicht gelingt, sich in Russland Gehör zu verschaffen, dann wird Putins Russland weiterhin die Rolle des Störenfrieds in unseren Breiten spielen. Daran sollte man denken, wenn wir das nächste Mal mit großem Pomp den Jahrestag der EU feiern."
» zur Homepage (externer Link, La Stampa)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » EU-Politik, » Russland, » Europa
Wird die Berliner Erklärung zum EU-Fahrplan bis 2009?
Andrea Romano kritisiert einzelne Abschnitte der Berliner Erklärung, vor allem den Satz, das "europäische Modell versöhnt wirtschaftlichen Erfolg und soziale Solidarität". "Solche Banalitäten schreiben noch nicht einmal Wohltätigkeitsorganisationen in ihr Manifest. Das trägt nur dazu bei, dass man einmal mehr zufrieden ist, in diesem gesegneten Teil der Welt geboren zu sein... Europa tröstet sich mit Rhetorik - mit dem Risiko, dass sich die EU nach dem Beispiel der Amish selig auf sich selbst beschränkt, über ihr Glück nachdenkt und die Sicherheit genießt. Gleichzeitig aber zeigt der Motor des gemeinsamen Projektes immer mehr Zeichen von Ermüdung. Alle um uns herum, die ganze Welt, bräuchte ein Europa mit mehr Führungsstärke und Engagement."
» zur Homepage (externer Link, La Stampa)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Europa