Bereichsmenü: Home
Home / Autorenindex
Rosa, Isaac
In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Spanien ärgert Baskenpartei
Spaniens Oberster Gerichtshof hat der neuen baskischen Linkspartei Sortu die Zulassung für die Regional- und Kommunalwahlen am 22. Mai verweigert. Die Partei war aus der Eta-nahen Partei Batasuna hervorgegangen. Isaac Rosa warnt in der linken Tageszeitung Público vor negativen Folgen: "Erst haben wir gesagt, dass sie die Gewalt ablehnen sollen, und sie haben es getan. Dann, dass sie sich von Eta distanzieren, und sie haben es in ihre Statuten aufgenommen. Wir haben als Bedingung hinzugefügt, dass es ein Ende der Gewalt geben muss, und es wurde ein permanenter Waffenstillstand ausgerufen. Nach all den erfüllten Bedingungen fordern wir mehr: dass sie die Gewalt nicht nur ablehnen, sondern auch verurteilen; dass sie diese Verurteilung auf die Vergangenheit ausdehnen und dass sich Eta auflösen muss. Ich kann mir vorstellen, dass die Bereitschaft der separatistischen Linken, Zugeständnisse zu machen, nicht grenzenlos ist. ... Es könnte dazu führen, dass einige die Nase voll haben und sagen, dass dieser Weg zu nichts führt. Dass sie sich abspalten und wir das bisher Erreichte wieder verlieren."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Wahlen, » Separatismus, » Spanien
Erpressung von Arbeitern macht Schule
Der japanische Autohersteller Nissan hat für die Produktion eines neuen Modells in seinem Werk in Barcelona die Löhne gekürzt. Eine Art von Erpressung, die sich europaweit durchsetzt, befürchtet die linke Tageszeitung Público: "Eine gute Nachricht für die Nissan-Angestellten in Barcelona: Der japanische Großkonzern hat die Produktion seines neuen Lieferwagens an die katalanische Fabrik vergeben. Damit ist der Betrieb für weitere zehn Jahre gesichert. Eine schlechte Nachricht für dieselben Arbeiter von Nissan: Sie mussten dafür auf die Erpressung des Unternehmens eingehen, den Tarifvertrag zu umgehen: weniger verdienen, mehr Tage arbeiten, flexibler sein. Da dieselben Arbeiter bereits vor kurzem eine harte Anpassung hinnehmen mussten (1.500 Stellen weniger), ist vorherzusehen, dass es nicht das letzte Zugeständnis ist, das man ihnen abverlangt. Eine schlechte Nachricht für alle Arbeiter: Was bei Nissan geschieht, passiert auch in anderen spanischen und europäischen Autofabriken, und es ist zu erwarten, dass es anderen Branchen und Unternehmen als Vorbild dienen wird."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Unternehmen, » Arbeit, » Arbeitsmarkt, » Spanien, » Europa, » Japan
Lächerlicher Bischof ist nicht zum Lachen
In seiner Ansprache zum Festtag der Heiligen Familie am vorvergangenen Sonntag hat der Bischof der spanischen Stadt Córdoba, Demetrio Fernández González, vor einem angeblichen Plan der Unesco gewarnt, die Hälfte der Weltbevölkerung zu Homosexuellen zu machen. Schriftsteller Isaac Rosa weiß in der linken Tageszeitung Público nicht, ob er darüber lachen oder weinen soll: "So wie es vielen Antiklerikalen geht, ist die erste Reaktion, wenn ich so einen Blödsinn von einem Bischof höre, zu lachen, ihn nicht ernst zu nehmen. ... Ich lese, wie der Bischof von Córdoba von einer weltweiten Verschwörung redet, die uns alle zu Homosexuellen macht und wie er die 'Verhütungsmentalität unserer Zeit' kritisiert, und ich wälze mich auf dem Boden vor Lachen. ... Wenn man aber kurz über die Privilegien und den Einfluss der Kirche sowie über die Art nachdenkt, mit der sie als Lobby agiert und ultrakonservative Gruppen integriert, die gut organisiert und sehr aktiv sind, dann ist das nicht mehr zum Lachen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Religion, » Gesellschaft, » Spanien
Isaac Rosa über Reiche, die wieder Reiche genannt werden
Isaac Rosa beobachtet in der linken Tageszeitung Público, wie sich der Sprachgebrauch während der Wirtschaftskrise verändert: "Reich gegen arm. Es ist interessant, wie die Krise unseren Sprachgebrauch beeinflusst, wie sich unser Vokabular mit dem BIP wandelt. Heute sagen wir wieder Reiche zu den Reichen und Arme zu den Armen, ohne Euphemismen. Nicht 'hohe Einkommen' oder 'großes Vermögen', sondern einfach Reiche, mit diesem plakativen Widerhall von gesellschaftlicher Ungerechtigkeit. Die Bezeichnungen hängen von unserem Blickpunkt ab. Im Land der Möglichkeiten vor der Krise, als es den Anschein hatte, dass wir immer weiter wachsen würden und dass der Wert der Immobilien bis in die Unendlichkeit steigen würde, waren die Millionäre das Vorbild. ... Aber es kam die Krise und die Party ist zu Ende, die Türen und Treppen zum gesellschaftlichen Aufstieg sind verschlossen, das Trugbild ist zerplatzt. Und mit unserem Bewusstsein als ausweglose Arme ist auch unser gesellschaftlicher Neid wiedergekommen. Die Millionäre sind nicht mehr glamourös, sondern verhasste Reiche."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Finanzpolitik, » Sprachen, » Spanien, » Global
Isaac Rosa über die moralischen Grenzen der Bereicherung
Inspiriert durch zahlreiche Korruptionsskandale in seinem Land, beschäftigt sich der spanische Schriftsteller Isaac Rosa mit dem Verhältnis der Spanier zum Geld. "Die Frage, was noch erlaubte Bereicherung ist, ist wichtig in einer Gesellschaft wie der unsrigen, in der das Geld zu einem übergeordneten Wert aufgestiegen ist. Es bietet Konsum-Ideale, die allein die wohlhabenden Klassen erreichen können. Man freut sich über die steigende Zahl der Multimillionäre in der Forbes-Liste - ein befremdlicher Grund für Nationalstolz... Wenn wir davon sprechen, uns mit sauberen Mitteln zu bereichern, dann muss man auch fragen, was wir unter 'sauber' verstehen. Ist das Gesetz die einzige Grenze? Natürlich sind wir gegen das schnelle Geld, das man durch Betrug bekommt, durch Korruption, Diebstahl oder Steuerhinterziehung. Aber muss man Reichtum akzeptieren, wenn er aus der Börsen- oder Immobilienspekulation stammt oder durch den Kauf von Firmen, die dann sofort zerschlagen werden?... Wo ziehen wir die Grenze zwischen dem Akzeptablen und dem Inakzeptablen?"
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Verbraucher, » Spanien, » Global