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Roser, Thomas


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Die Presse - Österreich | 30.10.2007

Die slowenisch-kroatische Nachbarschaft und Schengen

Thomas Roser hat in der Nähe von Obrezje ein Gasthaus gefunden, das von der Grenze zwischen Slowenien und Kroatien geteilt wird - demnächst von der Schengen-Grenze. "Dank einer von Brüssel eher widerwillig abgesegneten Ausnahmeregelung dürfen Kroaten wie bisher mit ihrem Personalausweis nach Slowenien und Ungarn reisen. Den Einreise-Vermerk bekommen sie unbürokratisch auf ein Formular gestempelt", erläutert er. "Wenig Veränderungen durch Schengen werden... im geteilten Wirtshaus 'Kalin' erwartet. Als Slowenien im Sommer das Rauchverbot in Gaststätten einführte, hatten die Wirtsleute angenommen, dass die Gäste zumindest in der kroatischen Stube weiter dem blauen Dunst frönen könnten. Doch die Hoffnung auf einen Vorteil durch die Grenzlage sollte sich bald zerschlagen. Weil der Eingang in Slowenien liege, müssten dort Steuern entrichtet und im ganzen Gasthaus slowenische Vorschriften befolgt werden, seufzt die Kellnerin: 'Die Grenze ist und bleibt eine Katastrophe.'"

Die Presse - Österreich | 13.03.2007

EU-Erweiterung isoliert Serben

Die jüngste EU-Erweiterung im Januar 2007 hat den Lebensraum der Nachbarn eingeschränkt, schreibt Belgrad-Korrespondent Thomas Roser. "Die EU wurde mit der Aufnahme Rumäniens und Bulgariens zwar größer, für die knapp zehn Millionen Bewohner Serbiens hat sich die Welt mit der jüngsten EU-Erweiterung hingegen weiter verkleinert. In Europa können Serben nur noch nach Bosnien, Kroatien, Mazedonien und Montenegro ohne Visum reisen... Die Zahl der Grenzgänger nach Bulgarien ist um ein Drittel gesunken. Mit Rumänien gibt es praktisch keinen kleinen Grenzverkehr mehr: Denn als Bukarest 2004 kostenpflichtige Visa für die Nachbarn einführte, verhängte auch Belgrad für Rumänen die Visumpflicht."

Die Presse - Österreich | 13.12.2006

Polen 25 Jahre nach Verhängung des Kriegsrechts

Thomas Roser berichtet, dass sich in Polen an der Person des Generals Jaruzelski noch heute "die Geister scheiden". "Historiker bezweifeln heute zwar, dass wegen der demokratischen Entwicklungen in Polen 1981 eine Invasion durch Warschauer-Pakt-Truppen wie 1968 in der Tschechoslowakei gedroht hatte; doch Jaruzelskis Rechtfertigung, er habe mit dem Kriegsrecht den Einmarsch und ein größeres Blutvergießen verhindert, wird von vielen Polen geteilt. Gut die Hälfte der Polen hält die Entscheidung für den Putsch für 'eher richtig'. Mit den Gräuel-Diktaturen südamerikanischer Juntas war das von dem Mann mit der damals wie heute legendär großen und dunkel getönten Brille geführte Militärregime tatsächlich kaum zu vergleichen. Und so wird der Asket, der sich bei seinem Abtritt 1990 mehrmals für 'Fehler der Vergangenheit' entschuldigt hatte, als Staatschef von vielen Polen im Rückblick besser beurteilt als mancher seiner demokratisch gewählten Nachfolger."

Die Presse - Österreich | 18.01.2006

Regierungskrise in Polen

Jaroslaw Kaczynski, Chef der regierenden nationalkonservativen Partei 'Recht und Gerechtigkeit' (PiS), sorgt "mit seinen undurchsichtigen Manövern für wachsenden Missmut", stellt Thomas Roser fest. "Ohne feste Mehrheit ist das von ihm installierte Minderheitskabinett seines Statthalters Kazimierz Marcinkiewicz bereits nach zwei Amtsmonaten an die Grenzen seiner Handlungsfähigkeit gestoßen. Seitdem laviert der PiS-Chef hin und her... Der risikofreudige PiS-Chef scheint im Machtpoker aufs Ganze zu gehen: Sollten bei Neuwahlen zwei kleine Parteien aus dem Sejm purzeln, könnten der PiS knapp 40 Prozent für eine Parlamentsmehrheit genügen. Doch selbst in seiner eigenen Partei stößt das Vorhaben, die wahlmüden Polen mit einem vierten Urnengang innerhalb weniger Monate zu beglücken, auf Skepsis."

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