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Rozic, Bojana
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Mittelmeerunion als Trostpflaster für die Türkei?
Der Vorschlag des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zur Gründung einer Mittelmeerunion bekommt neuen Auftrieb. Dies könnte Kritikern zufolge ein Trostpflaster für die Türkei sein, falls diese nicht Mitglied der Europäischen Union werden sollte. Bojana Rozic kommentiert: "Für Ankara ist es eine schlechte Nachricht, dass Paris noch in diesem Jahr über die Grenzen der EU und infolgedessen auch über den Beitritt der Türkei abstimmen möchte - obwohl die portugiesische Ratspräsidentschaft dem Thema nicht allzu zugeneigt ist... Will Frankreich jedoch alternative Verbindungen wie eine Mittelmeerunion schaffen, müsste die gesamte EU früher oder später zu einer klaren Entscheidung kommen. Eine wirkliche Debatte wäre nur noch eine Frage der Zeit. In Anbetracht der ablehnenden Haltung Portugals ist es nicht ausgeschlossen, dass es erst zum Zeitpunkt der slowenischen Ratspräsidentschaft dazu käme. Eine solche Debatte würde sich mit den Prioritäten Sloweniens überschneiden: der EU-Erweiterung und dem interkulturellen Dialog. Statt eine Integration des Westbalkans müsste unser Land dann vielleicht die Annäherung an die Türkei betreiben."
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Die Tür aus der EU steht offen
"Die Unnachgiebigkeit im Hinblick auf nationale Interessen bei der neuen Verfassung, die Spielchen der Kaczynski-Brüder in diesen Tagen sowie die Rahmenbedingungen zur Vorbereitung des neuen Dokuments generell - all das hat sicher viele Veteranen in Brüssel erneut davon überzeugt, dass die EU-Erweiterung 2004 viel zu früh gekommen ist", schreibt Bojana Rozic. "Die Auseinandersetzung, die immer mehr zu einem polnisch-deutschen Dilemma wird, hat sich diese Woche noch verschärft, infolge der Äußerungen der polnischen Staatsspitze, die jenseits des guten Geschmacks sind und die an Manieren erinnern, wie sie Putin im Dialog mit Brüssel einsetzt… Daher wünscht sich in diesen Tagen so mancher aus der europäischen politischen Führungsriege, allen voran Merkel, dass man Polen, Großbritannien und anderen Euroskeptikern spitzzüngig antwortet: 'Bitte schön, hier ist die Tür'. Denn die Europäische Union könnte wirklich auch problemlos ohne sie zusammen kommen."
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Europa feiern?
"Die EU ist - trotz der Kritik, die sie sich schon anhören musste, trotz der Krisen, mit denen sie sich herumschlagen musste - ein erfolgreiches Projekt", konstatiert Bojana Rozic. "Beweise gibt es viele. Die Union hatte Erfolg in der Ausformung des einheitlichen Binnenmarktes und dem freien Fluss von Zahlungen, Dienstleistungen, Kapital und Menschen..." In wenigen Monaten führt Slowenien den Euro ein. "Die jüngste Erweiterung zeugt also davon, dass der Zutritt zur EU politisch und vor allem wirtschaftlich eine wohltuende Wirkung hat. Für den Erfolg des europäischen Klubs spricht schließlich auch, dass sich vor dessen Tür viele weitere Staaten drängeln, die sich unbedingt den Beitritt wünschen."
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Einigung über EU-Haushalt
Bojana Rozic ist erleichtert, dass "gestern kurz vor Mitternacht endlich das Schicksal des künftigen EU-Haushalts besiegelt wurde", auch wenn der Streit zwischen den EU-Institutionen in die Kategorie "viel Lärm um nichts" falle. "Das Parlament, das die Zähne zeigte und noch im März 12 Milliarden Euro mehr verlangte, musste sich am Ende mit nur vier Milliarden zufrieden geben. Doch selbst davon wird noch die Hälfte mit rechnerischer Akrobatik gewonnen. Die Unterhändler haben nämlich für den Haushalt die Renten-Reserven der Beamten angezapft."
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