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Rubner, Jeanne
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Politik muss bei Operation Wüstensonne mithelfen
Am Montag dieser Woche startet das Solarenergieprojekt Desertec. Es soll einmal das größte Solarstromvorhaben der Welt sein und ein Siebtel des europäischen Strombedarfs decken. Das kommentiert die linksliberale Tageszeitung Süddeutsche Zeitung: "Doch, aber die Vorteile überwiegen die Nachteile. Da wäre erstens der Transport des Stroms, der über das Mittelmeer geleitet werden muss. Mit Gleichstromübertragung ist das jedoch kein großes Problem mehr, und die Mehrkosten fallen kaum ins Gewicht. Zweitens fürchten manche die Abhängigkeit von Staaten, wo man mit islamistischem Terror rechnen muss. Doch Terroristen müssten viele Anlagen gleichzeitig angreifen, um Europa wirklich zu treffen. ... Desertec wäre ein Vorzeigeprojekt für die dümpelnde Mittelmeerunion der EU. Mit Imperialismus - der dritte Einwand - hat das nichts zu tun; man kann sich Geschäftsmodelle überlegen, bei denen Afrikaner von Desertec profitieren. Das größte Hindernis: Solarthermische Kraftwerke sind teuer... Die Politik muss mithelfen, damit die Operation Wüstensonne ein Erfolg wird."
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Jeanne Rubner über gemeinsame Geschichtsbücher
Die EU ist vielen Geschichtsbüchern nur ein paar Seiten wert, bedauert Jeanne Rubner. "Achtklässler hierzulande lernen weitaus mehr über die Römer als über die Römischen Verträge, Zehntklässler wissen mehr über die Pharaonen als über die Gründungsväter der Europäischen Gemeinschaft... Pläne für ein europäisches Geschichtsbuch sind bislang boykottiert worden, polnische Historiker haben sofort gewarnt, dass es eine gemeinsame Interpretation der Geschichte nicht geben könne. Dahinter steht auch die Furcht, ein Gemeinschaftsbuch würde die Nationen dazu zwingen, ihre Identität aufzugeben. Das muss nicht sein, wie das neue, hervorragende deutsch-französische Geschichtsbuch belegt. Es diktiert kein Geschichtsbild, sondern transportiert eine differenzierte Sichtweise beider Nationen auf ihre gemeinsame Geschichte und auf die der EU."
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Kritik an französisch-libyscher Kooperation
Jeanne Rubner kritisiert das Verhalten des französischen Präsidenten: "Sarkozys Auftritt im libyschen Erpressungstheater war alles andere als eine diplomatische Meisterleistung. Dass er nun mit Gaddafi einen Atomvertrag besiegelt hat, ist Teil der französischen Tradition, Atommeiler in alle Welt zu verkaufen. Gegen ein solches Geschäft spricht, dass Libyen immer noch eine Diktatur ist - wenigstens aber hat das Land den Kernwaffensperrvertrag unterzeichnet. Legitim wiederum ist gewiss, wenn der Staatschef einer Nation, die traditionell enge Bindungen zu Nordafrika hat, diese - in Absprache mit dem Rest Europas - weiterhin pflegt. Sein Vordrängeln in der Geiselaffäre jedoch zeugt von wenig Fingerspitzengefühl. Aufmerksamkeit heischend setzte sich das Präsidenten-Paar Sarkozy in Szene, nachdem andere EU-Politiker über lange Zeit im Stillen die Bedingungen für die Öffnung der libyschen Kerkertüren bereits ausgehandelt hatten. Das wirkt nur peinlich."
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Raketenabwehr unter Nato-Kontrolle?
"Ein Schild zur Abwehr feindlicher Raketen ist ein alter Traum der US-Militärs. Nun sorgt dieser Traum für realen Unmut: Russland fühlt sich bedroht und auch in Berlin wächst die Skepsis", schreibt Jeanne Rubner. General-Leutnant Henry Obering, Chef der 'Missile Defense Agency', des amerikanischen Raketenabwehr-Programms, wirbt derzeit in Europa für das amerikanische Vorgehen. "Gespräche sind dringend nötig, denn die Pläne der USA, in Osteuropa Radar und Raketen zu installieren, drohen den Kontinent zu spalten... Die Raketenabwehr hat das Ziel in einem mehrphasigen System einzelne Raketen aus 'Schurkenstaaten' abzufangen... Um diese Abfangraketen geht es bei den US-Plänen für Osteuropa, die jetzt zur Diskussion stehen. Demnach könnten im Jahr 2011 ein knappes Dutzend solcher 'Interzeptoren' [bodengestützte Abfangraketen] in Polen sowie zu deren Steuerung eine Radarstation in Tschechien stehen. Die Einrichtungen würden den Schutzschild erweitern, bereits jetzt gibt es Stationen in Alaska, Grönland und Großbritannien."
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Europäische Elite-Universität
Die Journalistin Jeanne Rubner begrüßt zwar die "im Prinzip richtige Idee" einer europäischen Elite-Universität, die EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso heute der Öffentlichkeit präsentieren wird. Ihrer Meinung nach wird sie aber nicht den gewünschten Erfolg zeitigen. "Barroso hat... die seichte deutsche Kompromisslösung gewählt - das European Institute of Technology soll nicht eine Hochschule sein, sondern ein Netz von Instituten... Ein Netz ist schön demokratisch, doch es taugt nicht zum Symbol europäischer Forschungskraft. Der Fehler liegt im System: Weder verträgt das föderale Deutschland eine echte Elite-Universität, noch wird die Europäische Union sich dazu durchringen, ein EIT (European Institute of Technology) zu gründen, das die MIT-Forscher (das Modell stehende Massachusetts Institute of Technology) einmal neidisch machen könnte. Europa wird einstweilen nichts anderes übrig bleiben, als weiterhin auf den reichen Stifter zu warten, der mutig genug ist, all sein Geld in eine Hochschule zu stecken."
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